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Der Harz : mit großer Übersichtskarte, 21 Routenkarten und Plänen und 4 Panoramen.
Entstehung
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Land und Leute. 21

Harzgerode), Rot- und Brauneisenstein sowie Kalkstein(Elbinge- rode, Rübeland, Marmorbrüche). Den südöstlichen Teil des Grauwackegebietes umgibt ein Saum von Rotliegendem sowie ein wallartiger Streif der Zechsteinformation, der die mächtigen Gipsmassen angehören, welche am Südrande schneeweiße Hügel- ketten von 200 bis 300 m Höhe bilden. Am Nordrande erscheinen diese Bildungen in sehr geringem Maße, außerdem Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Jura und Kreideformation. Geologen nennen die Umgegend von Oker die klassische Quadratmeile der Geologie, weil hier wie auf keinem andern Fleck der Erde fast alle Schichten der festen Erdrinde eng zusammengedrängt zutage stehen. Für den Sammler, namentlich den Mineralogen,

ist besonders das Bodetal nebst den anliegenden Bergformationen

ergiebig. Interessante Sammlungen finden sich u. a. in Claus- thal, Goslar, Wernigerode und Harzgerode.

Die Vegetation. Von Bäumen ist im Oberharz die Fichte vorherrschend; die Baumarten des Unterharzes sind Buche, Ahorn, Eiche, Ulme, Birke und Fichte. Bei Wernigerode und Blankenburg findet man die echte Kastanie, im Bodetal auch die sonst seltene Eibe. Fast neun Zehntel des Harzes sind bewaldet. Getreide wird nur auf einigen der Hochebenen des Unterharzes gebaut, die Kartoffel gedeiht überall. Wo die Täler sich erweitern, treibt man Leinwandbleicherei. Flachs- bau existiert im Harz nicht, Obstbau findet man im Oberharz in geringem Maße, im Unter- und Vorharz häufiger. Im Ober- harz wächst die Eberesche. Der Brocken trägt eine reiche Moos- und Flechtenflora.

Die Bewässerung. Uberall auf den Bergen sprudeln Quellen hervor, die sich zu kleinen Bächen vereinigen; Wiesen- und Strauchwuchs ist daher überall üppig. Der Brocken ist die Wasserscheide des Elbe- und Wesergebirges. Das an der west- lichen Seite des Brockens gelegene Brockenfeld ist das große Wasserreservoir des Harzes. Diese große, mit Moos bedeckte Fläche saugt Schnee, Regen und Nebel ein und strömt die ein- gesogene Feuchtigkeit in vielen Quellen wieder von sich. Die auf dem Harz entspringenden Flüsse sind: Bode, Ecker, Gold- bach, Gose, Holtemme, IIse, Innerste, Oder, Oker, Radau, Romke, Selke, Söse, Zorge, Tyra, Wieda, Wipper, Lonau, Sperrlutter, Sieber, Leine, Bähre, Schildau. Neuerdings ist man bestrebt, Talsperren anzulegen und die Wasserverhältnisse zu regeln. Zu diesem Zwecke hat sich eine Gesellschaft zur Förderung der Wasserwirtschaft im Harz gebildet, der die meisten in Frage kommenden Gemeinden angehören.