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38 B. 3r T. Von Vertraͤgen ꝛc. 29
§. I. Von der aufſchiebenden Bedingung. 1
1182. Eine unter einer aufſchiebenden Bedingung übernommene Verbindlichkeit iſt eine ſolche, die entwe⸗ der von einem zukünftigen und ungewiſſen Ereigniß ab⸗ hängt, oder von einem bereits eingetretenen Ereigniß, das aber den Contrahenten noch unbekannt iſt.
Im erſten Falle kann die Verbindlichkeit erſt nach dem Eintritt des Ereigniſſes erfüllt werden.
Im zweyten Falle tritt die Wirkſamkeit der Ver⸗ bindlichkeit mit dem Tage ein, an welchem ſie eingegan⸗ gen worden iſt.
1182. Iſt die Verbindlichkeit unter einer aufſchie⸗ benden Bedingung eingegangen worden, ſo bleibt die Sache, welche den Gegenſtand des Vertrags ausmacht, auf Gefahr des Verpflichteten, der ſich zu ihrer Überlie⸗ ferung nur auf den Fall verpflichtet hat, wenn die Be⸗ dingung eintreten würde..
Iſt die Sache ohne Verſchulden des Verpflichteten gänzlich zu Grunde gegangen, ſo iſt die Verbindlichkeit erloſchen.
Hat ſich die Sache ohne Verſchulden des Verpflich⸗ teten verſchlimmert, ſo hat der Berechtigte die Wahl, entweder die Verbindlichkeit aufzuheben, oder die Sache in dem Zuſtande, worin ſie ſich befindet, zu fordern, ohne jedoch den(dafür verſprochenen) Preis zu vermindern. 8)
Hat ſich die Sache durch Verſchulden des Verpflich⸗ teten verſchlimmert, ſo hat der Berechtigte die Wahl, entweder die Verbindlichkeit aufzuheben, oder die Sa—
che in dem Zuſtande, worin ſie ſich befindet, nebſt Scha⸗ denserſatz, zu fordern.
§. III. Von der au floͤſenden Bedingung.
1183. Eine auflöͤſende Bedingung iſt eine ſolche, welche, ſobald ſie eintritt, die Aufhebung der Verbind⸗
8) oder die Sache in dem Stande, worin ſie ſich befin⸗ det, und ohne Preisverminderung zu begehren. 8 oder die Sache in dem Stande, worin ſie ſich beſindet, und ohne Verringerung zu begehren. E.


