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186 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üͤb. d. bürgerl. Zuſt. 35
„Orte und Stunden ausdrücken, wo die Aufgebote ge⸗
ſchehen ſind. Sie wird in ein eigenes Regiſter eingetra⸗ gen, welches, nach der im 41. Artikel enthaltenen Vor⸗ ſchrift, mit der Seitenzahl verſehen, und mit dem Hand⸗ zuge bezeichnet ²0) ſeyn, und am Ende eines jeden Jahrs in der Gerichtsſchreiberey des Arrondiſſementsgerichts niedergelegt werden muß.
64. Während der achttägigen Zwiſchenzeit von ei⸗ nem Aufgebote zum andern ſoll ein Auszug der Aufge⸗ botsurkunde an der Thüre des Gemeindehauſes angehef⸗ tet bleiben. Vor dem dritten Tage nach dem zweyten Aufgebote, den Tag dieſes Aufgebotes nicht mitgerechnet, darf die Ehe nicht geſchloſſen werden.
665. Iſt die Ehe nicht binnen Jahresfriſt, nach Ab⸗ lauf der für die Aufgebote beſtimmten Zeit, geſchloſſen worden, ſo kann ſie nicht mehr geſchloſſen werden, bevor neue Aufgebote nach der oben vorgeſchriebenen Form ge⸗ ſchehen ſind.
66. Die Einſpruchsurkunden gegen eine Heirath ſollen auf dem Original und der Abſchrift von den Ein⸗ ſpruch machenden Theilen, oder ihren mit einer beglaubig⸗ ten Specialvollmacht verſehenen Bevollmächtigten, unter⸗ zeichnet werden; ſie müſſen, nebſt einer Abſchrift der Voll⸗ macht, entweder den Intereſſenten ſelbſt, oder in ihrem Wohnorte, und dem Civilſtandsbeamten, der ſein vidit auf das Original zu ſetzen hat, inſinuirt werden.
67. Der Civilſtandsbeamte muß ohne Aufſchub den Einſpruch in dem Aufgebotsregiſter kürzlich bemerken. Am Rande dieſer Bemerkung muß er ebenfalls der Ur⸗ theile oder der Urkunden erwähnen, wodurch der Ein⸗ ſpruch aufgehoben worden iſt, wenn ihm eine Ausferti⸗ gung davon zugeſtellt worden ſeyn wirrd.
68. Im Falle eines Einſpruchs darf der Civilſtands⸗
beamte, ehe ihm die Aufhebung deſſelben zugeſtellt worden
iſt, die Ehe nicht ſchließen, bey Strafe von dreyhundert Franken und dem Erſatze alles hiedurch verurſachten Schadens.*1)
21) und des entbehrten Gewinnes. D. Schaden⸗ und Intereſſen⸗Erſatzes. S.
Cod. N. 1 B. 5


