einige wissenschaftliche Aufgaben für St. Petersburg und Aussicht auf künftige Unterstützung. Als auch diese Aufgaben zur Zufriedenheit aus- geführt waren, trug am 4. Mai 1842 eine dazu erwählte Commission in der Gesammt-Sitzung der Magyar. Akademie einen umsichtigen und um- fassenden Bericht über Reguly's bisherige Leistungen und die Hoffnun- gen, die er gab, vor, wobei mit Recht seine für sein Alter sehr besonnenen und vorsichtigen Anschauungen hervorgehoben wurden. Sie knüpfte daran einen nachdrücklichen Antrag auf eine Unterstützung von bedeutenden
Geldmitteln, da eine so günstige Gelegenheit, das wissenschaftliche National- Interesse zu fördern, sich nicht leicht finden würde, und Reguly schon auf
einem Terrain sey, welches sehr viel verspricht, auf welchem aber noch viel zu thun ist. Ungeachtet dieses von 7 Mitgliedern gestellten und von der Gesammtheit angenommenen Antrages wurden die Geldmittel nicht be- willigt, mit der alt-erprobten Redensart, die Alles verdeckt, aber Nichts hergiebt: Weil es an Fonds fehlt.
Von welcher Seite das Hinderniss kam, habe ich zu erforschen nie versucht, ich sah nur, dass die Commission der Magyar. Akademie auf be- stimmte Fonds hingewiesen hatte. Aber ich schrieb damals, was hier folgt, und es ist auch a. a. O., S. 242, gedruckt zu lesen:„Wir dürfen uns nicht „anmaassen, über Verhältnisse zu urtheilen, welche uns zu fern sind. Aber „étwas Fehlerhaftes muss hier doch zum Grunde liegen. Bei so laut auf „den Landtagen sich verkündendem Nationalgefühl keine Mittel für die „wissenschaftlichen National-Interessen! Hat denn Ungarn keinen Ru-
„mänzow— ruhmwürdigen Andenkens? Oder soll man glauben, dass „Ungarns Magnaten für wissenschaftliche Forschung— kein Interesse „haben? Oder hat man sie verabsäumt,— vielleicht verletzt? Wir wissen
„eés nicht,— aber das hoffen wir, dass es Reguly, wie seinem berühmten „Landsmanne(Csoma de Körös), gelingen werde, dennoch sein Ziel zu „verfolgen. Muss das mit Opfern, vielleicht mit schweren Opfern, geschehen, „so wird freilich die Aufgabe selbst— dabei nicht gewinnen.“
So wurde es auch, obgleich Reguly keinę Gelegenheit hatte, ein Anerbieten der hiesigen Akademie auszuschlagen, da ihm keins gemacht wurde. Am wenigsten konnte es durch mich— den Russen!— geschehen, wie jene Zeitungs-Radotage behauptete, da Reguly linguistische Unter- suchungen aunstellen wollte und ich in dieser Sphäre, der historisch-phi- lologischen Classe angehörig, gar keine Stimme hatte. Später, ich weiss nicht mehr, ob es noch im Jahr 1842 oder schon 1943 war, kam noch ein kleiner Beitrag zu den Reisekosten(200 fl. M.) von der Akademie zu Pesth, der aber nicht zu der Reise an den Ural genügte und durch das längere Warten im theuren St. Petersburg mehr als verbraucht war. Es war zwar eine ansehnliche Unterstützung von Sr. Majestät dem Kaiser von Oester- reich in Aussicht gestellt, allein diese liess sehr lange auf sich warten und es war zu besorgen, dass, bevor sie ankäme, ein bedeutender Theil der- selben wieder verzehrt seyn würde. Ein im Russischen Staatsdienste hoch- gestellter Ungar, der Geh. Rath Bol.... rieth Reguly sehr angelegentlich,
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