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zen Oertern und Laͤndern denen Einwohnern zugleich die Freyheit ertheilet worden. So habe z. E. Mechtildis die Gemahlinn Ottonis Herzogs von Braunſchweig A. 1242. alle Leibeigene in Luneburg auf einmal gegen eine gewiſſe Summe Geldes freygelaſſen, kraft der von Pfelinger in not. ad Vitriar. Tom. II. beygebrachten Urkunde Mivenſos proprios bomines, heiſſet es, tam maſculos, quam feminas, quoscunque& quocunque modo eos,
ſive ratione patrimonii, ſive ratione aliorum bonorum noſtrorum, inu ci-
vitate Luneborg. manentes habemus, filios quoque èæ jilias inſorum, ſi quos progenuerint, nec non& omnes eorum ſucceſſores, ab omui ſervitute & pProprietate liberos dimittimus& ſolutos. Der Herr von Gæbel in
Diſt. de Siuguleribus quibusdam Prediis Kuſticorun in terris Brunſu. Lu- neburg. p. 45. ſãa. will ſolches von denen uͤberwundenen und zu Knechten gemachten Slavis herleiten, daß nemlich in denen Provinzien, wo ſolche nicht hingebracht worden, man heutiges Tages keine Leibeigene finde. Er wiederleget dabey Zbomaſium, welcher in Diſſert, de Hominihus propriis è
liberir Germanorum g. 97. Die Freyheit der Bauern der Aufrichtigkeit der Univerſitaͤten und denen darauf vorgetragenen und ausgebreiteten Lehren zuſchreibet. Doch haͤlt er es endlich auch vor wahrſcheinlich, daß die Gnade und Nachſicht des Herrn, und die unruhigen Zeiten an einigen Orten Anlaß zu dieſer Freyheit gegeben haben. Allein gleichwie die von der Zerſtreuung der Slaven hergenommene Muthmaſſung unter andern auch dadurch wiederleget wird, daß an denen Orten, wo im Xten Xlten und XIIten Jahrhundert die Menge von Knechten und insbeſondere auch von Mancipiis Slavicis gefunden worden, heutiges Tages nichts als freye Bauern angetroffen werden, wie z. E. im Halberſtaͤdtiſchen, Quedlinbur⸗ giſchen, Magdeburgiſchen, wovon man die von Serr Boͤhmer Hiſ. delmverf. uſticorum libertate g. 14. angeführte Sagittarii Antiquitater Magdebur- genſes, Aettneri 2nutiquitates Quedlinb. und Leuckfeld. Antiquit. Halberſtad. nachſehen kann. So hat auch der Herr G. R. Boͤhmer in eben der Diſſerta- tion ſehr vieles wieder die gewoͤhnliche erſtere Meinung von der allgemei⸗ nen Freylaſſung beygebracht. 1) So erhelle, ſetzet er§. 2, aus denen alten Freylaſſungs⸗Briefen bey Baluzio, Goldaſto und andern, daß durch dieſe Freylaſſung die Knechte von aller Dienſtbarkeit befreyet wor⸗ den, hingegen aber auch die bisher inngehabten Guter verlaſſen muſſen,
ſogar, daß wenn ſie ſolche nachhero wieder antreten wollen, ſie eben
dadurch wieder zu Knechten geworden, wie Zadianus dp. Geeaus, 5 b


