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ſervile fecerit die dominico, corripiatur ſemel vel bis. Et ſi non emen. daverit rumpatur dorſus ejus quinquaginta percuſſionibus.— Et ſi
nec fic ceffaverit, tunc perdat libertatem ſuam& ſat ſervus, qui noluit
in die ſancto eſſe liher. Dieſen kann man noch hinzuͤfugen, die von dem Herrn von Gæhelin Diſſ. de Jure&& Nudicio Ruſticorunn p. 36. beygebrach⸗
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te Urkunde des Hamburgl
tiſchen Colonis unter ſehr vortheilhaften Bedingungen beſetzet, und de⸗ nen erſtern die ungekraͤnkte Behaltung ihrer Freyheit verſprochen wor⸗ den. Si quis ad nos, lautet es, liber intraverit, ſée ſicut eſt, liberum profeſſus fuerit, libertate ſua, ſi velit, utatur. Woraus denn die Ein⸗ theilung der manſorum in ingenuiles& ſerviles, welche unten bey der
Abhandelung von denen manſis erklaͤret werden wird, entſtanden. Unter⸗
deſſen weil dieſe Exempel doch ſeltener, und hingegen bey denen mehre⸗ ſten Guͤtern die darauf wohnende und dazu gehoͤrige Leute oder Bauern⸗ Knechte geweſen; ſo fraͤget man billig, woher es denn gekommen, daß man
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heutiges Tages ganze Provinzen in Teutſchland antrift, worinnen alle
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dieſe Leute vor frey gehalten werden, und auf was vor Art ſo viele tauſend
Bauern auf einmal von ihrer perſoͤnlichen Dienſtharkeit gewiſſer Maß⸗
ſen befreyet worden. Die gewoͤhnliche Antwort iſt: Es waͤre ſolches durch die haͤufige Freylaſſungen geſchehen, und fuͤhret man zu dem Ende an.
1) Man finde von dergleichen in Spanien und Frankreich geſchehenen allgeweinen Freylaſſungen die ausdruͤckliche Zeugniſſe bey du froſue u.
mauumiſſio. So meldet z. E. Hubertus in Hiſt. S. Amam von Koͤnig Lu-
dovico VII. A. 1180. Servos& ancillas, quos Homines de conpore ap-
pellamus quicunque erant Aurelianis& in ſuburbiis& vicis& villu-
lis infra quintam leucam exiſtentibus, eorumque flios, filiasque ab
amni fervitutis jugo abſolvit,& tanquam qui ingenu nati fuerant,
vult permanere lieros. Und Koͤnig Ludovicus IIutinus hebt alle Knechtſchaft im ganzen Koͤnigreich bey denen ihm zuſtehenden Luten auf: Et ordenons. que generaument par zout noſere loyaume de t ant comme il peut apartenir à nous& à nos fuccelſeurs, teler ſerwitudes Hient ramenté à fran“e. Es waͤre alſo auch eingleiches von Teutſchland, zu vermuthen. 2) Auch fehle uͤberdem es in Teutſchland nicht an Exempeln ſo wohl von denen, die zum Beſten ihrer Seelen von ihrem Tode und ſon⸗ feinmal iele Knechtelosgelaſſen, als auch, daß nsbeſonderemgan
Ken au zen
b ſchen Erzbiſchoffs Adalberi de à. 1142, kraft welcher gewiſſe darinnen benannte Doͤrfer, ſo wohl mit freyen als knech⸗
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