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Ausführliche Abhandlung von denen Bauergütern in Teutschland sowohl überhaupt als auch drey und fünfzig unterschiedene Arten derselben insonderheit alles aus ächten Teutschen Alterthümern und Urkunden, auch neuen Landesordnungen und Leyhbriefen erläutert und bestärket. / Friedrich Carl von Buri, weiland hochfürstl. Hessen-Darmstädtischen wirklichen geheimen Raths ; mit einer Vorrede von D. Franz Just. Kortholt und D. Justus Friedrich Runde
Entstehung
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eine tuͤchtige Abſtammung und Erklaͤrung dieſes Worts zu halten. Hinge⸗ gen finde ich des Caſaru Pruntien. in Gloſar. ad regiſtrum Prumien). von du Freſne gleichfalls angefuͤhrte Muthmaſſung weit gegruͤndeter, daß ſol⸗ ches nemlich gewiſſe Aecker und Laͤnder geweſen, welche der Herr nicht de⸗ nen Bauern, wie die uͤbrigen manſos, zu ihrem eigenen Gebrauch, und darauf zu wohnen eingegeben, ſondern welche er vor ſich behalten, und durch ſeine eigene Leute, Geſinde und Frohndienſte der uͤbrigen Bauern beſtellen laſſen, und welche man deswegen Moinge Frohnde oder Herren⸗ Aecker genannt. Manſi abſi ſum, ſchreibet er, In Leibnitii Collectan. Ezymol. P. II. p. z25. qui non habent cultores, ſed dominus eos habet in ſua poteſtate, qui vulgariter appellantur Mroinde. Denn 1) So werden diejenigen Laͤndereyen, worauf die Knechte oder Bauern wohne⸗ ten, menia veſtita oder angewieſene Aecker genannt, wie denn vellire be⸗ kanntermaſſen ſo viel als einweiſen, und in den Beſitz ſetzen und veſtitura die Abgift, welche jaͤhrlich vor dieſe geſchehene Eingebung bezahlet wird, bedeutet v. Ju Preſne bis verb. Und heiſſet ℳl noch jetzo im Engliſchen ſo viel als einſeßen, eingeben, und veſtare bedeutet ſowohl die Einſetzung als auch die Abgift oder das Einkommen, ſo von einem Stuͤck Landes ge⸗ geben wird. Da nun dieſen manſis veſtitis die abſa entgegen geſetzet wer⸗ den, welche auch an andern Orten nuqa heiſſen; ſo iſt es ſehr wahrſchein⸗ lich, daß ſolche diejenigen Laͤndereyen bey einem Gute bedeuten, welche der Herr vor ſich behalten und ſelbſt durch ſein Geſinde beſtellen laſſen, und daß abſitas, abſus etwa ſo viel als ein Abſitz oder abgeſondertes Land anzei⸗ gen ſolle, oder auch von Abſaat, oder beſonders beſaͤetes oder beſtelletes Land ſeinen Namen empfangen, wiewohl ich dieſe Ableitungen niemand als ungezweiffelt aufzudringen mich unterſtehe. 2) So wird ſolches da⸗ durch ſehr glaublich, daß die abſi homines ausdruͤcklich als Knechte oder Geſinde, welchen man keine Laͤnder eingegeben, angefuͤhret werden in Ke⸗ giſtro Prumienſi ap. Leibnit. P. I1. Collect Etymol. p. 72Q., Ahſi bomines ex noſtra familia, qui infra poteſtatem noſtram ſine manſis ſunt, ſolvis unusquisque annuatim Friskingam vervecinam pro hoſtilicio dena- rios IV, facit araturam journalem dimidiam. Omni ebdomada diem 1. Abſc feminæ ex noſtra familia, ſive infra noſtram poteſtatem ſint,

ſive extraneæ, ſolvit unaquæ que lini fuſa triginta. Es mag nun ſeyn, da

ſie ihren Namen daher haben, weil ſie ihre Dienſte hauptſaͤchlich zu Beſtel⸗ lung der Herrſchaftlichen Aecker oder S arumabfruun leiſten muͤſſen, ſon⸗ ſten