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beſſernden Zuſaͤtze denjenigen Stuͤcken beſonders anhaͤngen laſſen, zu welchen ſie vermoͤge der hier gegebenen Anweiſung gehoͤren.
Wer den Inhalt dieſer neuen Zuſaͤtze mit gehoͤriger Sorgfalt unter⸗ ſucht, wird bald finden, daß man durch ſelbige das Buriſche Werk vor⸗ zuͤglich in Anſehung der darinn bisweilen angenommenen falſchen hiſto⸗ riſchen Vorausſetzungen und der hieraus gezogenen Folgerungen, nicht weniger in Anſehung mancher unrichtigen Beſtimmungen deutſcher Rechtsſaͤtze berichtiget habe: den beſten Stoff hierzu lieferten neuere Schriften, in welchen einzelne zum Lehnrecht gehoͤrige Materien ſeit des erfaſſers Zeit in mehreres Licht geſetzet worden ſind. Hin und wieder ſind uͤberdem noch manche Luͤcken ergaͤnzt, und dunkle Stellen erlaͤutert worden. Eigentliche Zuſaͤtze oder Fortſetzungen der angefangenen Er⸗ laͤuterung des Lehnrechts wuͤrden fuͤr jetzt ein zu weites Feld eroͤfnet ha⸗ ben; zumal da der Verfaſſer mit der ausfuͤhrlichen Abhandlung der den Lehnen aͤhnlichen Bauerguͤter ſich ſchon ziemlich weit von der ſich vorge⸗ ſteckten Laufbahn verirrt hatte. Auch fuͤr die Zukunft iſt wohl ſchwer⸗ lich dergleichen mit Grunde zu erwarten oder anzurathen. Herr von Buri legte bey ſeinen Erlaͤuterungen des Lehnrechts das Schilteriſche Lehrbuch zum Grunde, weil dieſes zu ſeiner Zeit das brauchbarſte war, und ſich deshalb auch in den Haͤnden aller Lehrer und lernenden befand. Aber dieſes Compendium iſt laͤngſt durch beſſere Buͤcher dieſer Art aus den Hoͤrſaͤlen verdraͤngt worden. Wer jetzt eine aͤhnliche ausfuͤhrliche Erlaͤuterung des Lehnrechts zweckmaͤßig ausarbeiten wollte, der muͤßte ohne Zweifel das nun faſt uͤberall eingefuͤhrte gruͤndliche Boͤhmeriſche
Hand⸗


