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ſondern auch für Andre ſicher von einem gewiſſen Intereſſe ſein wird. Es iſt eben ein Stück ganz apartes, zum Theile anachroniſtiſches Menſchenleben mitten in dem Alles nivellirenden Jahrhundert, deſſen Schilderung einen gewiſſen Reiz hat. Ich hätte ſie breiter aus⸗ ſpinnen können— und wie viele pikante Erlebniſſe jener Tage ſind mir während des Schreibens eingefallen!—; aber derartige Dinge leſen ſich am Beſten in flüchtig ſkizzirten Federzeichnungen, und einen„Felix Schnabel“ neueren Styls mag ich nicht ſchreiben. So erhebe ich denn das Glas mit dem Verſe aus Houwald's Commerslied„am Feſte alter Studenten“:
„Es lebe Alles, was wir einſt beſeſſen, Was uns erfüllt, begeiſtert und geweckt!
Es lebe, was das Herz nie wird vergeſſen, Obgleich es längſt ein dunkler Schleier deckt! Dir, holde Erinn'rung der ſeligen Zeit,
Dir ſei ein fröhlicher Becher geweiht!“


