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ſtroll wieder aufs Feuer, mit Caneel, Citronen⸗ ſchaale Näͤgelein, den Saft von 4 Ctronen und ſo viel Zucker, daß es ſuͤß wird. Hierauf ſchläͤgt man das Weiße von 4 Eiern zu Schnee, ruͤhrt ſolches zu dem Hirſchhorn, ſchlaͤgt es zuſammen und laͤßt es langſam kochen, bis es ſich klärt. Alsdann giebt man 1 Bouteille Rhein oder alten Wein dazu, laͤßt die Gelee noch einmal aufkochen, und gießt ſolche durch einen Geleebeutel und wieder⸗ hohlt dieſes Durchgießen ſo lange, bis ſie klar iſt. Die Geleeſorm ſtellt man auf ein wenig Salz, daß ſie recht ſeſt ſteht, giebt die Gelee darinn und laͤßt ſie kalt werden. Wenn man ſie anrichten will, ſo macht man ſie oben mit dem Finger ein wenig los, haͤlt die Form in warmes Waſſer und ſtuͤrzt ſodann die Gelee auf eine Schuͤſſel.
187) Gelee von Kalbsfuͤßen.
Man nimmt 6 abgebruͤhte Kalbsfuͤße, haut ſolche entzwei, ſetzt ſie mit kaltem Waſſer aufs Feuer, ſchäumt ſie gut ab und laͤßt ſie 4 Stunden bis auf ein Quartier einkochen, dann gießt man die Bruͤhe durch ein Haarſieb, nimmt das Fett ganz rein davon und bedient ſich dieſer Bruͤhe ſtatt des Hirſchhorns.
Vom Backwerk.
188) Aepfelkuchen zu backen.
Zu 1 ½ Pf. Butter, die man ausſchmelzen und kalt werden laſſen, nimmt man einige Loͤffel geſtoßenen Zucker, ein paar Eier, ein Glas Wein, Muscatenblumen und 1½ Pf. trockenes Weizenmehl. Das Mehl muß man mit der Butter durchkneten, hernach auch den Zucker, die Eier und den Wein,


