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Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können / von Immanuel Kant
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S 87 6 da 220 ſ. theil, den keine andere Wiſſenſchaft hat, noch haben kan, d weil keine ein ſo voͤllig iſolirtes, von andern unabhaͤngi⸗ R G 8 6 ihr 3& G. 2; 6 8 ges und mit ihnen unvermengtes Erkentnisvermoͤgen betrift. 1 4 3 8 Auch ſcheint dieſer meiner Zumuthung der jetzige Zeitpunct ſch nicht unguͤnſtig zu ſeyn, da man jetzt in Teutſchland faſt an nicht weiß, womit man ſich, auſſer den ſogenanten nuͤtz⸗ ze lichen Wiſſenſchaften noch ſonſt beſchaͤftigen koͤnne, ſo daß d es doch nicht bloſſes Spiel, ſondern zugleich Geſchaͤfte ſey, ſo wodurch ein bleibender Zweck erreicht wird. V d d Wie die Bemuͤhungen der Gelehrten zu einem ſol/ V 1 chen Zweck vereinigt werden koͤnten, dazu die Mittel zu V w erſinnen, muß ich andern uͤberlaſſen. Indeſſen iſt mei⸗ V d ne Meinung nicht, irgend jemanden eine bloſſe Befol⸗ h W gung meiner Saͤtze zuzumuthen, oder mir auch nur mit der Hoffnung derſelben zu ſchmeicheln, ſondern, es mo V 3 gen ſich, wie es zutrift, Angriffe, Wiederholungen,

Einſchraͤnkungen, oder auch Beſtaͤtigung, Ergaͤnzung und Erweiterung, dabey zutragen, wenn die Sache nur von

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Grund aus unterſucht wird, ſo kan es jetzt nicht mehr 3 fehlen, daß nicht ein Lehrgebaͤude, wenn gleich nicht das meinige, dadurch zu Stande komme, was ein Vermaͤcht⸗ 1 nis vor die Nachkommenſchaft werden kan, davor ſie b 1 Urſache haben wird, dankbar zu ſeyn. 3

Was, wenn man nur allererſt mit den Grundſaͤtzen 2 der Critik in Richtigkeit iſt, vor eine Metaphyſik, ihr m

1 zu