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Denn was das erſtere anlangt, ſo kan wohl nichts Ungereimteres gefunden werden, als in einer Me— taphyſik, einer Philoſophie aus reiner Vernunft, ſeine Urtheile auf Wahrſcheinlichkeit und Muthmaßung gruͤnden zu wollen. Alles, was a priori erkant werden ſoll, wird eben dadurch vor apodictiſch gewiß ausgegeben, und muß alſo auch ſo bewieſen werden. Man koͤnte eben ſo gut eine Geometrie, oder Arithmetik auf Muthmaßungen gruͤn⸗ den wollen; denn was den calculus probabilium der letz⸗ teren betrift, ſo enthaͤlt er nicht wahrſcheinliche, ſondern ganz gewiſſe Urtheile uͤber den Grad der Moͤglichkeit ge⸗ wiſſer Faͤlle, unter gegebenen gleichartigen Bedingungen, die in der Summe aller möoͤglichen Faͤlle ganz unfehlbar der Regel gemaͤß zutreffen muͤſſen, ob dieſe gleich in Anſehung jedes einzelnen Zufalles nicht gnug beſtimmt iſt. Nur in der empiriſchen Naturwiſſenſchaft koͤnnen Muth⸗ maßungen(vermittelſt der Induction und Analogie) ge⸗ litten werden, doch ſo, daß wenigſtens die Moglichkeit deſſen, was ich annehme, voͤllig gewiß ſeyn muß.
Mit der Berufung auf den geſunden Menſchen⸗ verſtand, wenn von Begriffen und Grundſaͤtzen, nicht ſo fern ſie in Anſehung der Erfahrung guͤltig ſeyn ſollen, ſondern ſo fern ſie auch auſſer den Bedingungen der Er⸗ fahrung vor geltend ausgegeben werden wollen, iſt es, wo moͤglich, noch ſchlechter bewandt. Denn was iſt der geſunde Verſtand? Es iſt der gemeine Verſtand, ſo
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