Druckschrift 
Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
195
Einzelbild herunterladen

e= 195

t aus den dann noch nicht ei

tengebracht wen

ſie zu Ariſtoteles Zeiten war, obzwar die Veranſtaltun⸗ gen dazu, wenn man nur erſt den Leitfaden zu ſoyntheti⸗ ſchen Erkentniſſen gefunden haͤtte, ohnſtreitig viel beſſer,

arher vollg pr wie ſonſt getroffen worden. alle Misdeutur einnern, dah Glaubt jemand ſich hiedurch beleidigt, ſo kan er die⸗

grife zwar de ſe Beſchuldigung leicht zu nichte machen, wenn er nur de Bſſenſhwi einen einzigen ſynthetiſchen, zur Metaphyſik gehoͤrigen nindeſten weiin Satz anfuͤhren will, den er auf dogmatiſche Art a priori n der erft zu beweiſen ſich erbietet, denn nur dann, wenn er dieſes Liſſenſchaft gs leiſtet, werde ich ihm einraͤumen, daß er wirklich die egrif von Wiſſenſchaft weiter gebracht habe: ſollte dieſer Satz auch ww wöd ſmn ſonſt durch die gemeine Erfahrung genug beſtaͤtigt ſeyn. i ogerd ein Keine Foderung kan gemaͤßigter und billiger ſeyn, und, enicht bewiſ im(unausbleiblich gewiſſen) Fall der Nichtleiſtung, kein nz behatte, Ausſpruch gerechter, als der: daß Metaphyſik als Wiſ⸗ urch allſeney ſenſchaft bisher noch gar nicht exiſtirt habe. deſten weiter,. jeſen Satz/ n Nur zwey Dinge muß ich, im Fall, daß die Aus⸗ dielweniger in foderung angenommen wird, verbitten: Erſtlich, das in zur Seclnt Spielwerk von Wahrſcheinlichkeit und Muthmaßung, l gar keinn welches der Metaphyſik eben ſo ſchlecht anſteht, als der beweiſen im Geometrie: zweytens die Entſcheidung vermittelſt der vsgerichtt 1 Wuͤnſchelruthe des ſo genanten geſunden Menſchenver⸗ die Viſeufte ſtandes, die nicht jedermann ſchlaͤgt, ſondern ſich nach wun perſoͤnlichen Eigenſchaften richtet.

N 2 Denn

p