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Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können / von Immanuel Kant
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gung in Anſehung ihrer wichtigſten Abſichten haͤtte entſte⸗ hen koͤnnen. Denn lange vorher, ehe man die Natur methodiſch zu befragen anſing, befrug man blos ſeine ab⸗ geſonderte Vernunft, die durch gemeine Erfahrung in ge⸗ wiſſer Maaſſe ſchon geuͤbt war; weil Vernunft uns doch immer gegenwaͤrtig iſt, Naturgeſetze aber gemeiniglich muͤh⸗ ſam aufgeſucht werden muͤſſen: und ſo ſchwamm Metaphy⸗ ſik oben auf, wie Schaum, doch ſo, daß, ſo wie der, den man geſchoͤpft hatte, zerging, ſich ſogleich ein anderer auf der Oberflaͤche zeigte, den immer einige begierig aufſamm⸗ leten, wobey andere, anſtatt in der Tiefe die Urſache die⸗ ſer Erſcheinung zu ſuchen, ſich damit weiſe duͤnkten, daß ſie die vergebliche Muͤhe der erſtern belachten.

Das Weſentliche und Unterſcheidende der reinen ma⸗ thematiſchen Erkentniß von aller andern Erkentniß a prio⸗- ri iſt, daß ſie durchaus nicht aus Begriffen, ſondern jederzeit nur durch die Couſ ruction der Begriffe(Critik S. 713.) vor ſich gehen muß. Da ſie alſo in ihren Saͤ⸗ tzen uͤber den Wanf zu denſenigen, was die ihm corre⸗ ſpondirende Anſchauung enthält, hinausgehen muß: ſo koͤnnen und ſollen ihre Saͤtze auch niemals durch Zergliede⸗ rung der Begriffe, d. i. analytiſch, entſpringen, und ſind daher insgeſamt ſonthetiſch.

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ken, den die Vernachlaͤſſigung dieſer ſonſt leichten und un⸗

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bedeutend ſcheinenden Beobachtung der Philoſophie zuge⸗ zogen hat. Hume, als er den eines Philoſophe n wuͤr⸗ di⸗

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