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Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können / von Immanuel Kant
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(wozu nicht blos ihre Grundſaͤtze, ſondern auch Grundbe⸗ griffe gehoͤren,) muͤſſen alſo niemals aus der Erfahrung genommen ſeyn: denn ſie ſoll nicht phyſiſche, ſondern me⸗ taphyſiſche, d. i. jenſeit der Erfahrung liegende Erkentniß ſeyn. Alſo wird weder aͤuſſere Erfahrung, welche die Quelle der eigentlichen Phyſik, noch innere, welche die Grundlage der empiriſchen Pſychologie ausmacht, bey ihr zum Grunde liegen. Sie iſt alſo Erkentniß a priori, oder aus reinem Verſtande und reiner Vernunft.

Hierin aber wuͤrde ſte nichts Unterſcheidendes von der reinen Mathematik haben; ſie wird alſo reine phi⸗ loſophiſche Erkentniß heiſſen muͤſſen; wegen der Bedeu tung dieſes Ausdrucks aber beziehe ich mich auf Critik d. r. V. Seite 712 u. f. wo der Unterſchied dieſer zwey Arten des Vernunftgebrauchs einleuchtend und gnugthuend iſt dargeſtellt worden. So viel von den Quellen der me⸗ kaphyſiſchen Erkentniß.

§9. 3, Von der Erkentnißart, die allein metaphyſiſch heiſſen kan. a) Von dem Unter ſchiede ſyn hetiſcher und analyti⸗ ſcher Urtheile uͤberhaupt. NM detaphyſiſche Erkentniß muß lauter Urtheile a priori 8 3 enthalten, das erfordert das Eigenthuͤmliche ihrer

Quellen. Allein Urcheile moͤgen nun einen Urſprung ha⸗ ben,

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