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Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können / von Immanuel Kant
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weiſe zu werden; es iſt aber jederzeit ſchwerer, wenn die Einſicht ſpaͤt kommt, ſie in Gang zu bringen.

Zu fragen: ob eine Wiſſenſchaft auch wohl moͤglich ſey, ſezt voraus, daß man an der Wirklich⸗ keit derſelben zweifle. Ein ſolcher Zweifel aber belei⸗ digt jedermann, deſſen ganze Habſeligkeit vielleicht in dieſem vermeinten Kleinode beſtehen moͤchte; und da⸗ her mag ſich der, ſo ſich dieſen Zweifel entfallen laͤßt, nur immer auf Widerſtand von allen Seiten gefaßt, machen. Einige werden in ſtolzem Bewußtſeyn ihres alten, und eben daher vor rechtmaͤßig gehaltenen Beſitzes, mit ihren metaphyſiſchen Compendien in der Hand, auf ihn mit Verachtung herabſehen: andere die nirgend etwas ſehen, als was mit dem einerley iſt, was ſie ſchon ſonſt irgendwo geſehen haben, wer⸗ den ihn nicht verſtehen, und alles wird einige Zeit hin⸗ durch ſo bleiben, als ob gar nichts vorgefallen waͤre, was eine nahe Veraͤnderung beſorgen oder hoffen lieſſe.

Gleichwohl getraue ich mir vorauszuſagen, daß der ſelbſtdenkende Leſer dieſer Prolegomenen nicht blos an ſeiner bisherigen Wiſſenſchaft zweifeln, ſondern in der Folge gaͤnzlich uͤberzeugt ſeyn werde, daß es dergleichen gar nicht geben koͤnne, ohne daß die hier geaͤuſſerte Forderungen geleiſtet werden, auf welchen

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