aß ſie neinen „wie Wiſ⸗ enſchli⸗ nie er⸗ atweder ſ muß in Wiſ⸗ an auf
dem⸗
— 5
demſelben Fuſſe kann es mit ihr unmoͤglich laͤnger blei⸗ ben. Es ſcheint beinahe belachenswerth, indeſſen daß jede andre Wiſſenſchaft unaufhoͤrlich fortruͤckt, ſich in dieſer, die doch die Weisheit ſelbſt ſeyn will, deren Orakel jeder Menſch befraͤgt, beſtandig auf der⸗ ſelben Stelle herumzudrehen, ohne einen Schritt wei⸗ ter zu kommen. Auch haben ſich ihre Anhaͤnger gar ſehr verloren, und man ſiehet nicht, daß diejenigen, die ſich ſtark genug fuͤhlen, in andern Wiſſenſchaften zu glaͤnzen, ihren Ruhm in dieſer wagen wollen, wo jedermann, der ſonſt in allen uͤbrigen Dingen un⸗ wiſſend iſt, ſich ein entſcheidendes Urtheil anmaßt, weil in dieſem Lande in der That noch kein ſicheres Maaß und Gewicht vorhanden iſt, um Gruͤndlich⸗ keit von ſeichtem Geſchwaͤtze zu unterſcheiden.
Es iſt aber eben nicht ſo was unerhoͤrtes, daß, nach langer Bearbeitung einer Wiſſenſchaft, wenn man Wunder denkt, wie weit man ſchon darin ge⸗ kommen ſey, endlich ſich jemand die Frage einfallen läßt: ob und wie uͤberhaupt eine ſolche Wiſſenſchaft moͤglich ſey. Denn die menſchliche Vernunft iſt ſo bauluſtig, daß ſie mehrmalen ſchon den Thurm auf⸗ gefuͤhrt, hernach aber wieder abgetragen hat, um zu ſehen, wie das Fundament deſſelben wohl beſchaffen
ſeyn mochte. Es iſt niemals zu ſpaͤt, vernuͤnftig und
A 3 wei⸗


