Druckschrift 
Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
4
Einzelbild herunterladen

1

8

keinung nach nicht ſchon ſonſt geſagt worden iſt, und emibn in der That mag dieſes auch als eine untruͤgliche Vor⸗ V in.( herſagung vor alles kuͤnftige gelten; denn, da der b di ſ V menſchliche Verſtand uͤber unzaͤhlige Gegenſtaͤnde viele ſchi Jahrhunderte hindurch auf mancherley Weiſe ge⸗ dde 1 ſchwaͤrmt hat, ſo kan es nicht leicht fehlen, daß nicht ſun E zu jedem Neuen etwas Altes gefunden werden ſollte, tr u k was damit einige Aehnlichkeit häͤtte. 1 ſintale Meine Abſicht iſt, alle diejenigen, ſo es werth ſch finden, ſich mit Metaphyſik zu beſchaͤftigen, zu uͤber⸗ du Nns zeugen: daß es unumgaͤnglich nothwendig ſey, ihre o ſäer Arbeit vor der Hand auszuſetzen, alles bisher geſche⸗ viſſer

hene als ungeſchehen anzuſehen, und vor allen Din⸗ V weil i

gen zuerſt die Frage aufzuwerfen:ob auch ſo etwas, Maß:

als Metaphyſik, uͤberall nur moͤglich ſey.,, küi bon

Iſt ſie Wiſſenſchaft, wie kommt es, daß ſie E

ſich nicht, wie andre Wiſſenſchaften, in allgemeinen ach lan

und daurenden Beyfall ſetzen kan? Iſt ſie keine, wie n Wa

geht es zu, daß ſie doch unter dem Scheine einer Wiſ⸗ uunnan ſenſchaft unaufhoͤrlich groß thut, und den menſchli⸗ liſt, d

chen Verſtand mit niemals erloͤſchenden, aber nie er⸗ moglch

fuͤllten Hoffnungen hinhaͤlt? Man mag alſo entweder hauliſi

ſein Wiſſen oder Nichtwiſſen demonſtriren, ſo muß fähtt,

doch einmal uͤber die Natur dieſer angemaßten Wiſ⸗ fhen, u

ſenſchaft etwas ſicheres ausgemacht werden; denn auf inn nich

dem⸗