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Die Pflichten Der Tischgenossen Des Herrn / durch Johann Rudolff Osterwald, Pfarrherrn der Französischen Kirchen zu Basel, Nunmehro aber Wegen seines erbaulichen Innhalts, nach der Zweyten, von dem Herrn Verfasser selbst, corrigierten und verbesserten Auflag, ins Teutsche übersetzt
Entstehung
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der Tiſchgenoſſen. 7

Danckſagung abgeſprochen hatte, brach er diß Brod/ oo davon/ und gab hernach ſeinen Juͤngern auch davon/ die der Ordnung nach/ zu⸗ folg dem ausdrucklichen Befehl ihres Meiſters/ davon aſſen.

Zu End aber dieſer Magtzei nahm IEſus Sgriſtus ein 3 4 0

Erden herfuͤrgebracht, und der die Frucht des Weinſtocks erſchaffen, aber vor allem aus, tha⸗ ten die Juden ſolches bey dem feyrlichen Feſt des Oſterlamms, und ſiehe, nach einigen der Vor⸗ dehmſen Gelehrten, wie ihr ſegnen und Lob⸗ geſang gelautet: Der err unſer GOtt ſeye

geprieſen/ der Koͤnig der Welt/ der aus Egyp⸗

ten uns und unſere Vaͤtter erloͤſet hat. Er M⸗ der uns zu dieſer Nacht hieher gefůhrt/ und der uns von ungeſaͤurtem Brodt zu eſſen verord⸗ net hat..

Es iſt weiter nicht zu zweiflen, daß der Hen⸗ land nicht einige Gebetter ſollte beygefuͤgt ha⸗ ben, die ſich auf ſeinen Tod bezogen, und auf das Heil. Abendmahl, ſo deſſen ein Gedaͤcht⸗ ni ſeyn ſollte, mit einem Wort, auf das Chriſt⸗ liche Oſterlamm, deß das Juͤdiſche ein Fuͤr⸗ bild und Entſchattung war.

oo Dieſe ungeſaͤurten Brodt, deren die Juden ſich waͤhrender Oſterwochen bedienten, waren breit in die Ruͤnde gezogen, ſo daß man ſie leicht brechen konte,