Die faͤnffte Frag 35
e in der Iv. Frag angefuͤhret und geſagt iſt; Sie haben es nicht anders gethan oder thun koͤnnen als mit goͤttlicher Er⸗ I. laubniß/ Eingeben/ und alſo auß innerlichem heiligem An⸗ trieb Gottes des H. Geiſtes/ auß welchem Antrieb und Ein⸗
3 geben ſee alles geſchrieben/ alles gelehret/ und die Gemeinde Gottes in allen
noͤhtigen Glaubens⸗Stauͤcken/ und was ihnen zu wiſſen noͤhtig geweſen/ un⸗
terrichtet/ und alſo die Juͤdiſche Sabbather abgeſchaffet/ Col. li. Und damit
die Gemeinde nicht ohne Feyertag ſey/ den Chriſtlichen angeordnet/ alles nach
Gottes Willen So/ daß man wol ſagen kan/ alles was die Apoſtel in Amts⸗ Sachen von Gottes wegen/ und die Menſchen den rechten Weg zur Heili⸗
ung Gottes zu fuͤhren/ geredt/ geſchrieben/ unterricht und gelehrt/ es ſey in laubens⸗Sachen/ Sacramenten/ moribus oder ritibus, Lebens⸗Reguln
oderKirchen⸗Cexemonien/ das haben ſie auß heiligem ohnmittelbahrem An⸗ trieb und Eingeben Gottes gethan/ auß dem Geiſt/ der durch ſie geredet und gewircket. D. uldebr. Apoſt. Satz. c. X§. V. p. m. 100. II. Wann man ſchon keinen außtruͤcklichen/ aͤuſſerlichen Befehl lieſet/ ſolche Maͤnner haben ihren
Trieb von dem H. Geiſt/ deſſen ſie voll geweſen/ gleichwie im Alten Teſta⸗
wment/ die 5 Propheten nichts in Goͤttlichen Verrichtungen vorgenom⸗
men/ ohne Goͤttliches Eingeben und Befehl/ ob ſchon ſolcher nicht allemal
gelsſe wird/ wie der Prophet Samuel den Koͤnig Saul dem Volck durchs
zum Koͤnigreich verordnet/ da man zwar lieſet/ daß er den Saul ſoll zum
Faͤrſten des Volcks ſalben/ daß er aber durchs Loß ſolchen dem Volck zei⸗
en ſoll/ lieſet man nicht/ und iſt doch ſolches nicht anders als nach dem efehl/ Willen oder heiligſten Eingeben geſchehen/ und ſo das Loß gefal⸗
ien/ wie es ze Pen gerichtet hat/ 1. Sam. X. und das 3 wohin Paulus ſich beziehet/ daß er nichts ſage oder lehre/ oder ſich unterfa
ſer Chriſto/ oder dem/ was der Geiſt Gottes rede und ihm eingebe: Dar⸗ zu kommen dann ſonſten andere hohe heilige Urſachen und Motiven/ war⸗ um ſie ſolches gethan und ſich deſſen unterfangen. 3 8
nge zu reden auſ⸗
4 wohl
4 mache hätten, allein nicht auß Beſehl oder Eingeben Gottes/ ſondern nach ihrem Menſchlichen freyen Willen und Gutachten/ fuͤhren an/ u. daß in hei⸗ iiger Schrifft davon keine Meldung geſchehen/ kein Befehl oder Ordnung geleſen/ oder angefuͤhret/ daß ſie es auß Goͤttlichem Befehlund Eingeben Pehan Vors 2². Weil Paulus ſelbſten noch eine gute Zeit nach ſeinemem⸗
§.2. Zwar ſind einige von unſern vornehmen Lehrern/ welche dieſes eben und geſtehen wollen/ daß die Apoſtel ſolche Enderung ge⸗
pkangenen IpoſteiAnpt den Sabbath mit dn Jabek ghaet uwouf 1— 2
8


