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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
Entstehung
Seite
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Die faͤnffte Frag 35

e in der Iv. Frag angefuͤhret und geſagt iſt; Sie haben es nicht anders gethan oder thun koͤnnen als mit goͤttlicher Er⸗ I. laubniß/ Eingeben/ und alſo auß innerlichem heiligem An⸗ trieb Gottes des H. Geiſtes/ auß welchem Antrieb und Ein⸗

3 geben ſee alles geſchrieben/ alles gelehret/ und die Gemeinde Gottes in allen

noͤhtigen Glaubens⸗Stauͤcken/ und was ihnen zu wiſſen noͤhtig geweſen/ un⸗

terrichtet/ und alſo die Juͤdiſche Sabbather abgeſchaffet/ Col. li. Und damit

die Gemeinde nicht ohne Feyertag ſey/ den Chriſtlichen angeordnet/ alles nach

Gottes Willen So/ daß man wol ſagen kan/ alles was die Apoſtel in Amts⸗ Sachen von Gottes wegen/ und die Menſchen den rechten Weg zur Heili⸗

ung Gottes zu fuͤhren/ geredt/ geſchrieben/ unterricht und gelehrt/ es ſey in laubens⸗Sachen/ Sacramenten/ moribus oder ritibus, Lebens⸗Reguln

oderKirchen⸗Cexemonien/ das haben ſie auß heiligem ohnmittelbahrem An⸗ trieb und Eingeben Gottes gethan/ auß dem Geiſt/ der durch ſie geredet und gewircket. D. uldebr. Apoſt. Satz. c. X§. V. p. m. 100. II. Wann man ſchon keinen außtruͤcklichen/ aͤuſſerlichen Befehl lieſet/ ſolche Maͤnner haben ihren

Trieb von dem H. Geiſt/ deſſen ſie voll geweſen/ gleichwie im Alten Teſta⸗

wment/ die 5 Propheten nichts in Goͤttlichen Verrichtungen vorgenom⸗

men/ ohne Goͤttliches Eingeben und Befehl/ ob ſchon ſolcher nicht allemal

gelsſe wird/ wie der Prophet Samuel den Koͤnig Saul dem Volck durchs

zum Koͤnigreich verordnet/ da man zwar lieſet/ daß er den Saul ſoll zum

Faͤrſten des Volcks ſalben/ daß er aber durchs Loß ſolchen dem Volck zei⸗

en ſoll/ lieſet man nicht/ und iſt doch ſolches nicht anders als nach dem efehl/ Willen oder heiligſten Eingeben geſchehen/ und ſo das Loß gefal⸗

ien/ wie es ze Pen gerichtet hat/ 1. Sam. X. und das 3 wohin Paulus ſich beziehet/ daß er nichts ſage oder lehre/ oder ſich unterfa

ſer Chriſto/ oder dem/ was der Geiſt Gottes rede und ihm eingebe: Dar⸗ zu kommen dann ſonſten andere hohe heilige Urſachen und Motiven/ war⸗ um ſie ſolches gethan und ſich deſſen unterfangen. 3 8

nge zu reden auſ⸗

4 wohl

4 mache hätten, allein nicht auß Beſehl oder Eingeben Gottes/ ſondern nach ihrem Menſchlichen freyen Willen und Gutachten/ fuͤhren an/ u. daß in hei⸗ iiger Schrifft davon keine Meldung geſchehen/ kein Befehl oder Ordnung geleſen/ oder angefuͤhret/ daß ſie es auß Goͤttlichem Befehlund Eingeben Pehan Vors 2². Weil Paulus ſelbſten noch eine gute Zeit nach ſeinemem⸗

§.2. Zwar ſind einige von unſern vornehmen Lehrern/ welche dieſes eben und geſtehen wollen/ daß die Apoſtel ſolche Enderung ge⸗

pkangenen IpoſteiAnpt den Sabbath mit dn Jabek ghaet uwouf 1— 2

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