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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
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te Die erſte Frag. V .; Andere lehren/ und theilen den Sabbath ſo auß/ und ſagen/ daß g gla ſechserley ſey Als ſey der heilige Ruh⸗und Feyertag bey dem Werck de Be Schoͤpffung/ dabbathum Creationis, 1. B. Moſ. l 2. da Gott innerhalb di s. Tagen alles erſchaffen/ und am ſiebenden geruhet/ denſelben geheiliget unh dieß geſegnet/ daß er forthin ſoll ein Sabbath und Ruh⸗Tag ſeyn/ wird ſonſttſ daß genennet der Wochen⸗Sabbath. Dannſey vors 2. der Sabbath de üich Erloͤſung/ ſo inund durch Chriſtum geſchehen/ da Er im Grab geruhet da der!

gantzen Sabbath oder den an Sabbaihasde ſo bey uns der Som d abend iſt/ und ein heilige Ruh gemacht. Vors 3. der Moſaiſche Juden No Sabbath/ wie ſolchen Moſes den Juden in gewiſſen Levitiſchen Ceremo aͤbe nien und Schatten, Werck vorgeſchrieben und anbefohlen/ welcher in ſeinn dott ſonderbaren Umſtaͤnden vorgetragen wird/ um von aller Arbeit/ auch von wir

Feuer anzuͤnden/ Laſt⸗und Waſſer⸗tragen ſich zu enthalten. Dahin dan

gehöten alle Juͤdiſche Sabbathen/ der Neu onathen 4. B Moſ. X o O. XXVIII.. Der Jahren/ da ale Rahrſalt und muſte ein Feyer⸗Jahr ſeyn des Landes/ da das Land nicht doͤrffte beſaͤet und der Weinberg nicht ſchnitten werden/ 3. B. Moſ.XXV. Welches ein Feyer⸗Jahr des Landes ſo hieß. Und das 3Jahuane 50. Jahren/ ſoll auch heilig ſeyn/ 3. Bucſ Moſ. XV. 10. Dieſe Juͤdiſche Sabbathen ſind im N. Teſtament au

hoben/ Gal V. 10. Coloſſ.II. 6. So daß ſich niemand uͤber die ſonſten Juden verbottene Speiß und Tranck/ oder üͤber beſtimte Feyer⸗Tag/ Neu Monathen oder Sabbather ſolte ein Gewiſſen machen/ als uͤber Schatten ſ Werck/ ſo bey Ankunfft des Torpern riſto auffgehoͤret/ wie Paulas redet. Es ſ vors 4. Der Chriſtliche Sabbath/ wie derſelbe im N gar

Teſtament erfre lich und troͤſtlich angeordnet. Vors Der geiſtliche un nen. innerliche Seelen⸗Sabbath/ da die Seele immerdar in GOtt/ als i dem hoͤheſten erfreulichſten Gutruhet/ von allen todten und ſuͤndlichen cken ſich huͤtet und abſtehet/ welcher Seelen Sabbath des aͤuſſerlichen Sah o baths Schmuck/ Ehr/ Geiſt und Leben iſt/ daß man in einem neuen geſ⸗ ꝛen lichen Leben wandelt. Davon Lutherus redet Tom. V. Witteb. Germ. p. 25. und ſpricht: Wir fahen aber den rechten Sabbath allhier an halten/ wann unſer alter Adam auffhoͤret von ſeinen Werck Laffan Willen/ Begierden/ Luſtꝛc. Welcher Sabbath recht gehalten wird/ wan wir geſtotben ſind. Und Tom. Vlll. Wit 882. Dieſe Feſt halten wir alle Vas in Seiſ den wir haben ich Oſtern/ wañ wir Chriſtum das Lam̃ Gottes eſſen und opffe das iſt/ wenn wir predigen/ daß Ex bey uns geopffert ſeyund das 3. g guben