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Das buch von der Tugent und Weißheit, nemlich Neunundviertzig Fabeln, der mehrer theil auß Esopo gezogen unnd mit guten Rheimen verkleret Durch Erasmum Alberum Allen stenden nuetzlich zulesen
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Die Fabeln Eſopi. 54

Des kriegt das Baͤwrlin boͤſen lohn/ ingratitudo⸗ Das gifft ſchuͤtt ſie baldt von jhr auß/ Vergifftet jhm das gantze hauß.

Das Baͤwrlin lieff herzu ſo baldt Vnd ſprach/ Das dein der henger waldt/ Hab ich kein andern danck von dir/ Dann eitel gifft/ das gibſtu mir⸗

Das Baͤwrlin ſeumpt ſich auch nicht lang/ Erwiſcht gar baldt ein lange ſtang/ Vnd ſprach/ Das dich das falbel an/ Wiltu toͤdten mich armen man? Ich hab erhalten dir dein leben/ Vnd wilt mir ſoͤlchen lohn dran geben ꝛ

Morale.

Ich halt kaum/ das auff erden ſey Ein groͤſſer ſchand vnd buͤberey/ Dann wann ein menſch vndanckbar iſt/ Vnd aller wolthat gantz vergiſt/ Noch kompt es offt/ das du dem gut Erzeigſt/ der dir dann vbels thut/ Vnd du alſo fuͤr dein wolthat/ Empfengſt von jhm gar kleinen rhat.

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