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Das buch von der Tugent und Weißheit, nemlich Neunundviertzig Fabeln, der mehrer theil auß Esopo gezogen unnd mit guten Rheimen verkleret Durch Erasmum Alberum Allen stenden nuetzlich zulesen
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Von Eſopus leben.

Des morgens wuſt Xanthus nicht/ w er des abends gethan hatte/ noch wo ſein fingerreyff hinko men were. Eſopus ſagt/ hab ich euch nicht gewarnt/ jhr ſoltet des guten Weins nit zuuieltrincken? Da zeigt er jhm an/ wie er gewett hette/ vnd wie jhn ſein fingerreyff vmbs hauß bringen wuͤrde. Da erſchrack Fanthus/ bat Eſopum vmb guten rath/ ob er jhn wol des abendts nit hoͤren wolt/ vnd veracht hatte.

Eſopus thet wie ein guter geſell/ vnd ſagt jhm zu/ er wolt dran ſein/ das er noch mit ehren beſtehen ſolt. Als nun die beſtimpte zeit vorhanden war/ das Fanthus ſein kunſt beweiſen ſolt/ da giengen ſie an das Moͤer/ vnd ein groſſe ſchar auß der Stadt folgt nach/ vnd nam jederman wunder/ wie ſich Xanthus ſtellen wurde/ das er das Moͤer außſoͤffe. Da hielt ſich Ranthus der leer Eſopi/ nemlich alſo. Er thet ein red zum Volck/ wie er mit dem Magiſter gewett hett/ er wolt das Moͤer außſauffen/ das bekennet er/ Nun ſey jederman bewuſt/ das viel waſſer ins Moͤer flieſſen/ Wañ der Magiſter dieſelbigen beyſeit thu/ ſo woͤll er halten was er geredt hab/ Dann der waſ⸗ ſer ſo ins Moͤer lauffen/ ſeien in jhrer wettung nicht gedacht worden/ ſonder allein des Moͤers.

Als ſolchs das Volck hoͤꝛet/ da ward ein gros geſchrey vnd gelechter vber den Magiſter/ vnd rief⸗ fen jhm zu/ er ſolt den Waſſern verbieten/ das ſie nit ins Moͤer floͤſſen/ vnd gaben dem Xantho gewuñen. Aber Panthus hielt ſich doch rechtſchaffen gegen dem Magiſter/ vnd ſchencket jhm ſein hauß wider.

Es wardt aber Eſopus nicht allein in derſel⸗

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