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Von der vrſach der Suͤnden. 149 halten wirt: vnd dann vnder der Sünden; welche nicht von G Ott herruͤhret/ ſondern von dem Teuffel vnnd verkehrten Willen deß Menſcheen. 3 wingliſche Gegenlehr. . Hergegen hoͤre nun/ was fuͤr Latein die Zwingiſſche Schu⸗ le von dieſem Articul gebrauchet. Alſo ſchreibt IZvinglius de pro- videntia, c. 5. Anno 30. Gott ſelbſt iſt ein vrſach deſſen/ das vns iſt Vngerechtigkeit, jhm aber keines wegs nit/ Cap. 6. Was Gott
vircket durch den Menſchen/ das wirt den Menſchen auffgerech⸗
net zum Laſter/ aber nit Gott. Item: Ein Lalter als Ehebruch oder Todtſchlag/ ſo fern es von Gott kompt/ als dem vrſacher/ beweger/ antreiber/ ſo iſts ein Werck/ vnd nicht ein Laſter: So ferꝛn es aber deß Menſchens iſt/ ſo iſts ein Laſter vnd Bubenſtuͤck. Item: Gott bewegt den Moͤrder einen Menſchen vmbzubringen/ der doch onſchuldig vnnd zum Todt vngeruͤſtet iſt. Sprichſtu aber/ der Menſch ſey gezwungen zu ſuͤndigen: So laſſe ichs zu/ daß er ge⸗ zwungen ſeye.—
Alſo: Calvinus l. inſtit. c. 17.§. r1. ſchreibt: Der Teuffel vnd gantze Hauff der Gottloſen thue mehr nit/ als ſo viel jhm Gott befichlet, doß ſie auchin ſeinen Feſſeln nicht allein gefangen gehal⸗ ten/ ſondern auch zum Gehorſam duxch ſeinen Zorn vnd Gewalt gezwungen vnd gedrungen werden/ c. 8§.. Die Menſchen thun nichts(auch in der verblendung) dann durch den heymlichen Raht Gottes/ niſi arcano nutu Der.§.2. So Gott der Herr nicht auch mwendig in dem Hertzen/ Gemuͤth vnd Verſtand deß Menſchens
ſein Nerek hetteoperaretur, ſo were es nit recht geſagt/ daß er von
den warhafftigen den Mund/ von den alten die Weißheit/ von den Konigen das Hertz weg neme/ auff daß ſie jrre gehen. Itẽ ſie werden durch ſonderliche verordnung Gottes zu ſolchem Werck dz Volck zu haſſen) getrieben. Item: Daß der Satan allein durch Gottes be⸗ felch vnd treiben das ſeine thut. Ytem: Gott ſelbſt ſendetden Men⸗
e. T 3 ſchen


