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IX.
fae Drehyzehender Articul
vieler jetzo zugeſchweygen/ die Anatomienſehreiber zu Matpurs lehren/ p. 40. 41.&c.
Sie laugnen auch hefftiglich/ daß die getaufften Kindlein koͤn⸗ nen den Glauben habenan Chriſtum: Wie daſſelbige droben arti⸗ culo 9.§. 10. ferner zuſchen. Doch woͤllen etliche hierinnen etwas nachgeben/ daß in den Außerwehlten Kindlein ein Same deß Glau⸗ bens/ aber doch nicht der wuͤrckliche Glaub ſelbſt ſey. Kohnius, Bu- canus& alii.
Endtlich erdichten die Zwinglianer vnnd Calviruſten allerley Sacramentiriſche analogias vnd ahnlichkeiten/ dardurch die Sa⸗ cramenta zubeſchreiben/ Als: gleich wie das Waſſer/ ſprechen ſie/ oder der euſſerliche Tauff den vnflat am Fleyſch abwaſchet alſo rei⸗
niget daß Blut Chriſti/ oder die jnnerliche Tauff/ den vnflat der
Selen/ das iſt/ die Suͤnde. Vnnd gleich wie Brot vund Wein die Menſchen am Leib ernehren vnd erhalten/ alſo ſeye daß Fleyſch vnd BSlut Chriſti eine Geyſiliche Speyß vnd Tranck der Selen. Wel⸗ ches zwar in gemeyn aller Calviniſten meynung iſt/ vnnd alſo auch der newen Marpurger in jhrer Anatomia vnnd praxi& medulla catechetica. Aber doch wann ſierecht vnd fleiſſig reden wolten/ ſo gehoͤrte ſolches nicht ad finem& uſum, ſondern ad formam& eſ-
ſentiam ſacræ cœnæ, wie andere gelehrtere Calviniſten daſſelbige
wol in acht genommen haben. „ Nun weiß man ſich gar wol zuerinner ondiſtes dur chaußi in „keiner abrede/ was die liebe alte Kir chenlehrer etwa fuͤr feine Allego⸗ „rien vñ bedeutungen in den H. Sacramenten geſucht haben/ welche „man auch an jhrem Ort gern paſſieren leſſet/ ja auch wol ſelbſt/ ſo „wolin Predigtenals auch ofſenen Schrifften brauchet: Aber dar⸗ „uͤber klagt man die Calviniſteuan/ was die liebe Altvaͤtter/ auff das „gantze/ vnnd in ſeinen weſentlichen ſtuͤcken vollkommene Sacra⸗ „ment gedeutet/ daß ſie daſſelbige allein auff die euſſerliche ſichtbare „Elementa ziehen wollen: Vnd dann was die Altvaͤtter/ von dem nu⸗ „ ben vnd Fruͤchten der Sagamenten gemeynet/ daß di Calvim 5 da


