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Geistliche Gedichte des Grafen von Zinzendorf : eine Auswahl zur Erinnerung an den Tag seiner Geburt vor zweihundert Jahren / herausgegeben von H. Bauer und G. Burkhardt
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Seite 191. Geh, Bruder, geh, verſchlafe. Auf den Tod des Predigers Miſchke. Derſelbe war Prediger in Sorau, ſpäter Inſpektor der deutſchen Schule am Waiſenhaus in Halle. Hier ſtarb er 1734. Er war ein Gegner Zinzendorfs und Herrnhuts vom Standpunkt des ſpäteren Halliſchen Pietismus aus. So hatte er u. a. Zinzendorf vorgeworfen, er ſei gar nicht bekehrt, weil er nie einen wirklichen Bußkampf durchge macht habe. Um ſo ſchöner erweiſt ſich Zinzendorfs edle Weit herzigkeit in dieſem Gedicht auf Miſchkes Tod. 1734, nicht 43

je auf St Ggerr ie auf St. Cr

durch Krankheit

Seite 193. Ehmals ſollt's geſtorben ſein. Matthäus

erſten Nachrich Ar or ſiafer, S 3 Linner, Alteſter der größeren Knaben in Herrnhut, ſtarb am

port angelegt

30. Juni 1732, 18 Jahre alt. Seine ſeelſorgeriſche Arbeit unter den Lehrknaben wurde mit großer Treue und viel geiſtlichem Verſtändnis geübt und hatte großen Segen zur Folge.(Vergl. Cröger, Geſch. der ern. Brüderkirche I, 225.) Später hat Zinzendorf ſelbſt das Lied verallgemeinert und den urſprünglichen

rraufhin aufg ſtation erneuer Von Bet eeiſſt war, macht 1 hſt beſchwerli perſönlichen Charakter verwiſcht. So ſchon im A. H. G. ihrer Vid Nr. 695.

Seite 196. Herz der göttlichen Natur. Theodora Caritas ſtarb am 2. Dezember 1732, 2 Jahre und 6 Wochen alt. Sie war ein außerordentlich frühreifes Kind, redete ſchon ziemlich gut, ehe ſie noch ein Jahr alt war, und ſang dann

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beſonders gern geiſtliche Lieder, deren Melodien ſie ſich vom Hören ſofort einprägte. Auch ihr religiöſes Verſtändnis war auffallend entwickelt. Sie war faſt immer ganz geſund und ſehr

ſang er obig hart mit ſich geweſen, erkrankte aber einige Wochen vor ihrem rche II, E. Heimgang plötzlich ſehr heftig. Wie Zinzendorf den Heimruf eget ſich. anſah, ſpricht er in dieſem Liede aus.

743 im Schif Seite 198. Vater, ei wohin. Paul Anton war Profeſſor

in Halle. Seine theologiſchen Vorleſungen waren ganz im Geiſt

Speners und Franckes; mit letzterem war er eng befreundet

Zinzendorf verdankte ihm ſchon während ſeines Aufenthaltes in

t zu Ort. 7 Halle viel und blieb ſpäter mit ihm in freundſchaftlichem Ver 9 kehr. Paul Anton war 1661 in Hirſchfelde bei Zittau geboren ſ am 6. 1 und ſtarb 1730. Dieſes Lied Zinzendorfs hat Knapp(S. 96

dor Kirch ſeiner Sammlung) vollſtändig umgedichtet, von dem hiſtoriſchen Boden losgelöſt und verallgemeinert. In dieſer von Knapp

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