360 Anatomiæ D Ieremiæ Vietoris.
.Vhicue. Aber hierzu muß man die Ohren vnnd naſen deß alten Menſchens Hepaizue wolbeſchnenden/ das iſt alle Menſchliche Naßweyſe Blughelt ablegen vnnd mulſen jor allein auff Gottes Wort ſehen. Nun aber ſagt daſſelbige nach art vnd weiß Naßweif- aller Sacramenten/ Das iſt mein Lerb/ Das iſt mein Alut/ nemblich der ge⸗ beit be⸗ creutzigte Leib/ vnnd das vergoſſene Blut Chriſtn/ von dieſen Worten muß ſtbneiden. man nicht wetchen/ ſondern dieſelbige aus vnnd nach dem Munde des Stiff⸗ ters recht verſtehen vnd annehmen. So iſt aber nun gewiß aus dem 6. Cap. Joan. welches aber die Vbiq. diß fals gar zu vnbillich nit annehmen woͤllen) das vns Chriſtus ſein Fleiſch/ das er vor der Welt leben gegeben/ in dreſem H. Abendmal zu Eſſen geſchen⸗ cket/ vnnd das man ſo wol des waren Leibs vnnd Bluts/ als auch des ver⸗ dinſts Chriſti allein durch den Glauben im H. Sacrament fehig vnd theyl⸗ hafftig werde/ ſo gewiß vnd warhafftig der euſſerliche Menſch empfindlich mit dem Brod vnd Wein geſpeiſet wird/ zu dieſem jrrdiſchen leben. 8 So muͤſſen demnach freylich im H. Sacrament das Brod vnd der Wein zweye kraͤfftige vnd warhafftige zeichen/ vnd mittel oder werckeuge(orga⸗ na) ſein/ vor mittelſt deren der innerliche Menſch alſo mit dem Lerb vnnd 3 Blut Chriſti geſpeiſet vnd getrencket wird/ zum Ewigen leben. Vnd ſo ver⸗
'ds Paulo ſtehets auch der H. Apoſtel Paulus/ wen er ſagt/ das Brod das wir brechen/ fey das ge- iſt das nicht die gemeinſchafft des Leibs Criſti Das iſt/ das gebrochene brochene Brod iſt ein kraͤfftiges H. zelchen/ vnd gleich als ein werckzeug/ dadurch vns Broat. Chriſti Leib geiſtlich durch den Glauden außgetheilet wird. Wolte Gott der D. kuͤnte von Hertzen glauben/ wie ers mit ſeinem Munde ſelbſt reden vnd geſtehen muß/ das vermoͤg Pauli zeugnus das gebrochene Brod ein ſol⸗
ches wirckendes mittel zur Seeligkeit ſeye. So wuͤrde man ſich nit ſo heff⸗
tig gegen das H. Brodbrechen legen vnnd ſperren. Aber diß kan der leidige
Veuffel in der Kirchen nicht dulden/ druͤmb vnderſtehet er ſich jetzt ſo wol die
warheit des H. Leibs Chriſtt(wie dan auch zu des Ketzers Marcions zeiten)
Wer Mar· alſo auch den Himmliſchen Rern auß dem H. Abendmal zurauben. Wie alhi⸗ ion gewe- oan vnſerm Doctore zu ſehen/ welcher nicht glauben kan oder aber nit gleu⸗ ſen. ven wil/ das in dem H. Abendmal der ware Leib Chriſti ſeye/ es ſey dan daß derſelbige vnterm Brodt ſeye/ vnd ſo fort an. Pfuy der groben Grobheit:
Dahin er nun auch dieſen Spruch Pauli gleich als mit den Haaren hinbey
zlehen wil: Dann welcher vnwuͤrdig iſſet/ vnd trincket/ der iſſet vnnd trincket
ihm ſelber das Gerichte/ Damit das er nicht vnter ſcheidet/ den Leib des ex⸗
ren. Daraus aber diß folgen wil/ das/ weil in dem t. Sacram. das Brodt
vnd der Wein krefftige H. Zeichen vnd Werckzeug ſeind/ dardurch wir Geiſt⸗
lich mit dem waren Leib vnnd wares Blut CHRiſti zum ewigen Leben ge⸗
ſpeyſſet/ vnnd getrenckt werden ſolten: ſo muͤſſe man dteſelbige freylich
in hohem werth vnnd ehren haiten/ als Goͤttl iche Werckzeuge vnnd zeichen/
vnnd von andern gemeinen eſſen vnnd trincken ſo weit vnterſcheiden/ als die Himmliſche Speyſe vnd trancke ſelbſt von dem jrrdiſchen Eſſen vnd Trincken vnterſcheiden ſeind. Welches aber etliche auß den desmahligen Corinthiern
nicht theten/ ſondern/ ob ſie wol vorgaben/ das ſie in der Gemeinſchafft we⸗
ren des Herrn Chriſti/ ſo hielten ſie doch dieſes S. deichen anderſt ichtals
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ſouſ zurſet zuſehe a Hiugſ werden hierur derne
Brodey vdzuſ acfüc ſäbſtau zugenw ankaſet tNdenna
d Labh herden ebere nein le ſondern,
die tunnwen zuhdas tungyy wäderlne
llune ſhleadc duagenle henn ſardee ken uen


