142 Anatomiæ D. leremiæ Vietoris.
naedſwenhei deß Sacraments beſteht in der gantzen verrichtung deß Be⸗ elchs Chriſtt. 2. Anlauf Folget der ander Anlauff vnſers geiſtlichen Kitters/ ſo ſich aber mit D. lerem. V. der Schmehebuͤchſen hoͤren leſſet: Den niemand bewuſt/ wer dieſe einrede D. Ierem. v. la gebraucht/ viel weniger es war ſetn kan/ das ſie auff der Cantzlen vnnd 5. ſonſten klungen ſolte: Es heiſt Chriſtus brechen das Brodt(ſpricht er) relte alhis nicht den Becher/ das Brodt das wir brechen/ 1. Corinth. 10. v. 16. Serr ro vffm 10. Doctor dieſen einwurff/ oder einrede/ verſtehet jhr am beſten/ ſo etwann von fablenbfert euch ſelbſt formieret. Was heiſt denn Becher Brechen. Heiſſet es denn Pag. 6.! 30 Wein brechen? Wo bleibet dann die aͤhnligkeit des vergoſſenen Bluts/ deſ⸗ 8.430. ſen wir im Heyligen Abendmal durch den glauben theylhafftig werden? Hat aber Chriſtus den Becher ledig genommen/ wie hat er in dan ſegnen koͤnnen? D. Ierem. V. Darauff bleſet er vns nun eine Rugel zu/ auſſem Oſterkuchen gemscht/ wenn Fladen u- er alſo mit vollem Munde antwort. M 19 6.] 1. Es iſt war/ Chriſtus brache das Brodt in ſtuͤcke nach gegenwertiger e*. 6. ¼z2 noth/ gelegenheit/ vnnd brauch/ wetl er oben einen gantzen Gſterkuchen zur Hand hatte/ vnd nach ſolcher gelegenhert/ muͤſſen wir dergleichen thun. Weil aber auff gutachten der Kirchen/ wir ſolche Brodt/ vnnd Kuͤchlein haben/ ſo zur bequemen außtheylung vnter gantze groſſe gemeinen/ vnnd fuͤglicher nieſſung/ ſo wol Junger vnnd Alter/ geſunder vnnd krancker Leuthe bereit⸗ tet/ ſo behalten wir nach Chriſtlicher Freyheit billich denſelbigen brauch/ D. lerem.y vnd ſind deſſen gewiß/ das dem Haupt weſen hirdurch im geringſten nichts 4 abgehe. Des Ritters Poſaunen hall/ lautet alſo: Was CHRiſtus nur auß Poſaunen einer vorſtehenden Noth gethan/ das muß man nicht vor eine noͤtige Cere⸗ hall, oder monien halten. Nun aber/ ſo hat Chriſtus/ das Brodt in ſtuͤck gebroch en ſchluß. nach gegenwertiger noth/ gelegenheit/ vnd brauch. Derowegen/ ſo muß man das Brodtbrechen nicht vor eine noͤtige Cerem. halten. Der H. Sup. meinet/ Cbriſtus habe in dieſer ſeiner letzten Teſtaments Stifftung/ vnterm Brodt⸗ brechen kein ferner nach dencken gehabt/ ſondern habe das Brodt muͤſſen auß nothwendigkeit brechen/ dieweil er einen gantzen Oſterkuchen gehabt/ „ vnnd ſagt/ wann wir noch der gleichen Brodt hetten/ ſo muͤſten wir daſſelbi⸗ Pas Chri- ge auch alſo(verſtehe auß noth) brechen. Daß iſt gantz falſch/ vnnd vnbe⸗ ſtus im l. weißlich/ denn Chriſtus vns alhtero ein Himmliſches Mahl ſeines Leibs A. das Brod. vnnd Bluts zum gedechtnis ſeines Todts vnnd verdienſtes/ ſtifften woͤllen/ gicht von darʒu er freylich auch das Brodtbrechen verordnen woͤllen. Das aber der Doctor meinet er habe ſolcher euſſerlichen nothwendig⸗ notbwegen reit wegen/ keine andere geheyme end vrſach auch hirbey gehabt/ das ſeindt gebroc ben. gar nerriſche gedancken/ gerad als wann einer ſagen woͤlte/ die Hoſtten wer⸗ wie D. lere. den im Mangel des Sigelwachs auch gebraucht die Brieffe zu verſieglen: v. wil. Derowegen ſo kuͤnnen ſie die Vbtquetiſten im Heyligen Abendmal nit brau⸗ ech chen. Darvon auch zuvor von vns genugſamb meldung geſchehen. Stgelmachs Viel ſchendtlicher gibt ſich der Doctor/ wen er von ſolcher bequemen der Vbique. zubereitung der Baͤpſtiſchen Hoſtien in einer groſſen Gemeine/ vor Junge Hoſt ien, le · vnd alte/ geſundte vnd krancke Leuthe ſagen wil: Dann vor ſolche alle das ſe du 21. 0. Bewsͤhnliche Speyßbrodt am aller beſten were/ welches der Herr Eheiſae — e
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