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Anatomiæ D. Ieremiæ Vietotis. 141
Der Fromme leſer ſihet alhiero/ wo vn ſor D. mit dem Brodbrechen hin⸗ Kauß wil/ es iſt jhm wol eins/ doch wil er die Hoſtien lieber behalten/ als das Brodbrechen wiederumb einfuͤhren/ wie ſo? Antwort/ die Hoſtien ſeind auß gutachten der Kirchen(verſtehe den Bapſt/ wie droben erwieſen zur auß theylung fein bequeme/ ſo nimpt es aber mit dem Brodtbrechen lange weil. Iſt wunder das Chriſtus diß nicht auch geſehen/ hette ers vieleicht nit zubrechen/ befohlen.
Wie geſchicht aber dem befelch Chriſti billiche folge? Antwort/ der Bapſt hats ſo verordnet/ ſo bleiben ja beyderſeits die Subſtantialta oder Hauptſtuͤcke des H. Abendmals/ oder die volkommenheit deß Sacraments/
dieweil hietzu das jrrdiſche ding/ nemblich/ Brod vnd Wein/ vnd das Geiſt⸗ liche/ der Leib vnd das Blut Chriſti genugſam ſeindt. 1 termit iſt es aber noch nicht außgericht Herr Doct. Dann ob wol das
jrrdiſche vnd Himltſche ding ſubſtantialia vnnd Beuptſtuͤck ſeindt im Z. A⸗
bendmal/ ſo ſtehen ſie doch nicht allein vnterm befelch Chriſtt/ ſondern es ge⸗
boͤren auch noch hierzu die zum geheimnus mit verordnete Ceremonien/ wie was im E Ihr auch droben bebennet/ darunter ſonderlich auch iſt das brechen/ wie von 5 3 1
vns an ſeinem ort erwieſen. Ja es kuͤnen diebeyde jrrdiſche Elementa/ anderſt Ab hen 6. keine ZH. zeichen ſein/ denn ſo fern ſie auff dieſelbige von Chriſto an befohlne elch Chri⸗ wetſe verrichtet werden. Welches dahero ohne zweyffel/ auch Auguſtinus ſti gehore.
(integrttatem Sacramentt die volkommenheit deß Z. Sacraments nen⸗ wie das jr- net. Dan jhr ſelbſt/ das Heylige Sacrament nicht volkommen nennen wuͤr⸗ Iſab a⸗ det/ wen darin ein nothwendige Ceremonien/ als daß Segnen rc. außgelaſ⸗ iiſc? Aiug ſen werden ſolte. So laſſet vns nun vnſers Ritters geſchuͤtz/ gegen jhn ſelbſt im H.§. ein richten/ vnd mit folgendem gegenſchluß vnſerer 5. ſchlußrede jhn alſo wil⸗ H. warè⸗ kommen heiſſen. Was im H. Abendmal alſo gethan iſt/ das ohne daſſelbi⸗ zeiché ſey. ge der Leib Chriſti weder recht gegeben/ noch empfangen werden kan/ daſ⸗ Geer. ſelbige muß nothwendig im H. Abendtmal bleiben. Das 5. Brodtbrechen 1. Geren⸗ iſt alſo gethan re. den la freylich gewiß/ das im H. Abendm. deß gecreutzig⸗ ſchluß, auß ten Leibs Chriſtt mit all ſeinem verdtenſt theylhafftig gemacht werde/ wei⸗ der J. ſcluß ches mir ja nicht allein das Brodt/ ſondern das gebrochene Brodt/ wie dro⸗ rede vor das ben auß Paulo gehoͤret/ anbilden kan. HI Brodb
Derowegen ſo muß das H. Brodbrechen nothwendig im Z. Abendmal Blodbr 3
bleiben. Hterzu brauchen wir dieſe ſeine eigene Pfetle. 1. Sol das Brodt Leſſ das 10. recht außgetheylet werden/ ſo muß es auch zuvor gebrochen werden. 2. zur vnd 12. Cdp. Slmliſchen mahlzeit gehoͤret das gebrochene Brod. 3. den kein gedechtniß PH. lerm. V. Chriſti vnnd ſeines Todts im Sacrament ſein kan/ da der Sacramentliche igne Pfeil (xrttus) gebrauch/ oder Ceremonien vnterlaſſen wird. 4. Wetl der ſegen deß Jehe Brods noͤthig iſt/ ſo iſt auch das brechen des Brods noͤhtig. · Wie die alte gege nIn g6
erſte Kirche im. A. die dãck ſagung vor bochnoͤtig gehaltẽ/ alſo hat ſie auch 1ichter.
das H. Brodbrechen vor hochnoͤtig gehalten. 6. Wꝛe man mc. Abendmal
mus recht außtheylen vnnd empfangen/ nemblich mit der Handt/ alſo muß
mann auch recht brechen. 7. Iſt das nehmen im befelch/ warumb wil man
dann das brechen abſondern. 8. Nicht der Bapſt/ ſondern Chriſtus iſt das
Haupt der Ktrchen: 9. Dem befelch Chriſti muß Beenn nachſetzen. 10. 3 vol


