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Anatomiae D. Jeremiae Vietoris, Das ist: Seines nechst Außgesprengten/ unbestendigen Gegenberichts, wieder das bestendige und Schrifftmeßige Marpurgische Berichtbüchlein, von dem Brodbrechen im H. Abendmal : Gründliche und Außführliche Zerlegung und Wiederlegung: Darin so wol die Hochnotwendige H. Ceremonia deß Brodbrechens, ... befestiget ... wirdt, Dem Guthertzigen, Christlichen, unpartheyischen Leser, so die Warheit lieb hat / Durch eine vornehme und hohe Person in Hessen
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140 Anatomiæ D. Jeremiæ Vietoris.

Baſſe gewo boͤſe gewonheit in Africa/ da man auch den Todten das H. Abendmal ins beit da mã maul hinein zu reichen pflegte/ gebrauchen koͤnnen/ wen nemen hieß mit dem . Waul erwiſchen? da er alſo redet: Es hat der Zerr alſo geſagt/ nemet/ vnd auch de To- eſſet: ſo kuͤnnen auch die todten weder nemen/ noch eſſen. ten das 4 3. Welche weyſe mit dem Munde zu erſchnappen nicht denen eignet/ bendma!ge welche im Glauben jhte gewiſſe gradus) vnnd volkommenhert haben/ wie reichet. Auguſtinus redet/ das iſt den volkommenen/ die durch gewonheit haben ge⸗ ubte ſinne/ zum vnder ſcheidt des guten/ vnnd des boͤſen. Wie die Epiſtel zun Bebr. am 6.v. 14. redet: Sondern den Jungen vnmuͤndigen Kindern/ die die rechte Hand von der lincken/ noch nicht vnterſcheiden roͤnnen. 6. Zu dem ſo iſt das in den Mund inſchieben des Brodts keine(actio) handlunde/ ſondern paſſto) eine hloſſe annehmung des Munds. 7. Wie kan mir dan nun daſſelbige die gewiſſe vnd vbernatuͤrliche wir⸗ ckung des Glaubens/ Chriſtum darmit zu ergreiffen/ in einer ſchoͤnen ehnlig⸗ Feit anbilden? 4. .Wer wolte dann wol ſo kuͤhn ſetn/ welcher wider Chriſti befelch/ vnd der Apoſteln/ auch der gantzen alten Kirchen Exempel vnnd gebrauch/ dieſe Sgeramentliche Ceremonnen/ daran nicht wenig gelegen/ zu gleich mit der D' lerm. V, geheimen bedeutungen abſchaffen duͤrfft? ſetzt das 9. Wan dan dem alſo/ ſo hat der D. das nehmen(doch mit der Handt) nemen mit billich auch in Befelch Chriſii mit geſetzet/ da er ſagt: Demnach ſo dienen die⸗ in befelch ſe ſtuͤcke darzu/ vnd ſind noͤtig. 1. Damit der Befelch Chriſtt/ nehmet/ eſſet/ in beſelch ſo offt ihr von dieſem Brodt eſſet/ rc. Su werck gebracht vnd verrichtet wer⸗ F. 6. I. 19. de. Muͤſte aber diß ſonſten nicht ſo gering anſehen/ vnnd dem Munde mehr Die Vbiq., reintgkeit/ als der Hand zu ſch reiben/ da doch bewuſt/ das das jenige/ was zaften den 295 endlnnde ehir den Menſchen vervnreiniget/ vnnd nicht was in den Munde hinein gehet. 4 Mundt rei- 10. Das 8 aber von D. Mart. Luthero auch billich lernen ſollen/ der al⸗ ner, als die ſo ſagt: Iſts darumb vnrecht mit Leyiſchen Henden das Sacrament anruͤh⸗ bende. ren/ das die Hand fundiget/ vnd vngeweyhet iſt/ ſo were es billicher/ das man D. Mart. L. es nit in den Mund vnnd Bauch lieſſe/ dreweil wederMund noch Bauch rein ſeind/ vnd der Mund eben ſo viel Sunde thut/ als die Handt: Solche weyſa vom nemen Leuthe ſolten vns auch zu letzt wol gar bereden/ das man das Wort Gottes mit der haãd nit ſagen/ noch hoͤren muͤſſe/ dieweil/ das H. Wort Gottes von leyiſchen Mun⸗ pag. 357. de vnd Ohren empfangen wuͤrde. Hierauff vermeinet nun der O. dle Baͤpſti⸗ ſcheHoſtien fein ſanfft hinan zuſchrauben/ das des Brodtbrechens nicht von⸗ noͤhten/ dieweil ja auff beyderley weyſe das Brodt gegeben vnd empfangen Fag I. 22. werde: Aber das ein rodt in der handlung(ſpricht er) in ſtuͤck zertheylet/ „oder aber zuvor auß verordnung/ vñ gutachten der Kirchen alſo praeparitt „vnd abgeſondert werde/ damit die außtheylunge vnter viele/ vnd eine gantze Gemein deſto fuͤglicher geſchehe/ ſolches iſt eben eins/ dieweil auff beyderley weiß dem Befelch Chrriſti nach geſetzt/ vnnd die Subſtanttalia/ oder Haupt⸗ 2* ſtuͤcke deß H. Abendtnſl vnd wie Auguſtinus redet/ die integrrtas Sacramen⸗ „„ ti heſtehet/ nemblich die außtheylung vnd nieſſung der beyden jrrdiſchen vnd :immliſchen dingen vnd Gaben.

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