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9 1 h is zuleſeng 3
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Anatomiæ D. Ieremiæ Vietoris. 129
gen. Barnach ſo ſeindt noͤtige Circumſtantte/ welche im befelch Chriſtt be⸗ I. Cor. 70. griffen ſeindt/ vnnd ohne welche die außtheylung vnnd nieſſung deß Hunli⸗„„r.
ſchen guts nicht volkomlich geſchehen kan/ auff welche ſich auch die Chriſtli⸗ che Apoſtoltiſche Kirchen jederzeit verpflichtet vnd verbunden gehalten/ als da ſeindt 1. das Segnen des Brods vnd Weins/ z. das brechen des Brods/ 3. die auß theylung. 4. die empfahung. ã. vnd kieſſung. Den nichts in die⸗ ſer Einſatzung weder von Chriſto gethan vnd befohlen/ noch von den Apo⸗ ſteln auß Chriſti befelch verrichtet/ welches ein mittelding ſey.
Wie kann man dann nun ſolche Ceremonten des H. Brodbrechens auſ der zahl der handlungen deß Stiffters ſelbſt auß ſetzen/ vnnd zu einem mit⸗ telding machen: Da aber der befelch Chriſtt/ wie Hun gegen den lieblichen Schwanen geſang Chriſtt gar zu grob klucket/ vornemdlich hiervon zu ver⸗ ſtehen were/ was die Apoſteln deßmahls gethan/ wo wuͤrde dann daß Seg⸗ nen vnd außtheylen bleiben? Solte dan daſſelbige mit einander keinen be⸗ felch haben!? So auch die 29 S heyaare(wie Hun wieder ſoinen vorigen klu⸗ cken geſang getzet) wie auch das brechen/ vor das außtheylen genommen/
noͤtig iſt: So muß ja freylich auch das Brodtbrechen allein vnd vor ſich ſelbſt noͤtig ſein/ ſo von deß gleichmaͤſſigen befelchs Chriſtꝛ wegẽ/ als auch darum/ well ſie beyde zum geiſtlich en gut gehoͤren. Dann wie die außtheylung des Brods/dẽ Comunicanten andildet die vberreichung des waren Leibs Chri⸗ ſti vñ wie auch die empfahung des Brods den Communicanten anbildet dte ergreiffung des H. Leiba Chriſti/ welche allein durch den Glauben geſchicht: Alſo bedeutet auch dz G. Brodbr. dẽ gecreutzigten Leib Chriſti/ wie den auch die Nieſſung des Brods/ bedeutet die geiſtliche ieſſt ung vnd zueygenung des S. Cerbs Chriſtt. Vnd wundert mich/ was doch die vermeinte ſchuͤler Luthert irem Praeceptort/ mit deſſen Mant el ſie alles bementelen vnd zudecken/ ant⸗ worten woͤllen/ welcher ja ſelbſt außtruͤcklich auff gut Teutſch ſaget: Es ſoͤlte vnd kuͤnte Feine Meſſe gehalten werden/ wen ſie anderſt der Einſatzung Chriſtt aͤhnlich ſein ſolte/ darin das Sacrament nicht gebrochen/ vnd vnter vtele ausgetheylet werde. Wollen ſie etwan ſagen/ Lutherus habe an einem andern ort hernacher anderſt gelehret/ ſo geben ſie zu verſtehen/ wz ſie vonu⸗ thero halten/ vñ lehren zu gleich/ das man auff Menſchen lehr nit zu viel haf⸗ ten/ da dieſelbige mit Gottes Wort nit einſtimmet/ aber das moͤgen ſie ver⸗ fechten/ iſt vns alhier gnug/ das wirwiſſen/ es ſey jnen alles gut Lutherjſch/ was ſie ſelbſt aus Luthero bringen/ was wir aber auch aus demſelbigen aus grund der warheit anʒihen/ das man daſſelbige ſo balt vor Calviniſch aus⸗ ruffe. Dieweil abergegentheyl je nit glauben wil dem wort vnd befelch Chri⸗ ſti/ darin das Brodbrechen ernſtlich befohlen/ noch auch der Keformirten Zirchen zeugnus/ welche vom Bapſt billich hirin vnd in allem abgetretten iſt. So laſſet vns doch zum vberflus noch beſehen/ ob ſie ſich dann etwan durch Baͤpſtiſche zeugnus vom H. Brodbrechen bewegen laſſin/ vnd zu vns ja zu der Augſpurgiſchen Confeſſton/ die ſie jmmer im Maul fuͤhren/ veken⸗
Welche
ſeindt die neætige vm ſtende.
Tomo. 2. len. ſerm.
p. 23.
De Abuſu Miſſæ.
was den Ls theranern gut Lut he⸗ riſch ſey.
uen woͤllen: Den alſo ſpricht D. Joann. Faber. Hatlbrun. da er aus dem 22. De Miſſal.
Cap. Lucae beweiſen wil/ das man Meſſe halten ſolte. Chriſtus hat nach der Einſatzung dieſes ẽ acraments vnder der geſtalt des Brods/ Vu de eins
1.C. fol. 13.


