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Anatomiæ D leremiæ Vietofis 127
Derswegen ſo kan das Brodtbrechen im heyligen Abendmal ohne verke⸗ tung deß gewiſſens keines wegs nicht ausgelaſſen/ noch vor ein freyſtendi⸗ ges ding geachtet werden.
1 XXXI. Cap.
Darinn das H. Brodtbrechen mit dreyen/ auß Gottes Wort auffgerichten Grundtſeulen(darvon auch droben meldung geſchehen) befeſtiget/ wie dan auch mit vnſer Wiederſacher der Papiſten zeugnus/(von welchen doch die Vbiquet. jhre. Hoſtien entlehnet/ vnd noch etwan abholen /) dargethan vnnd erwieſen wird/ das das Brodbrechen im H. Abendmal eine notwendige Ceremonien ſeye..
& JIs anhero haben wir deß Doctoris achte ſtrserne argumenta/ N ð außfuͤrlichen/ vnd zur gnuͤge wiederlegt/ ſo viel wir dieſelbige auß ſeinem gemanck/ oder hexel/ mit Gottes huͤlff hirauß leſen koͤnnen, Obes dann nun wol etwas weytleuͤfftig worden: So ſind wir doch der gewiſſen hoffnung/ werde ſich der Chri ſtliche Leſer/ der die warheit lieb hat/ ſolcher muͤhe nit verdriſſen laſſen/ vnd vnſers Epiſcopi/ vnd ſeiner adhæ⸗ renten/ faulen Hering zu erkennen/ dieſen Auß fuͤhrlichen Bericht vom H. Brodbrechen/ mit fleiß vnd luſten leſen. Nun woͤllen wir ferner fort ſchreyten/ vnd mit der huͤlffe Gottes/ auch eigentlich beſehen/ wie ſtattlich der H. Sup. der vnſern bewets vnd grund einfuͤhret/ vnd wlederleget. Anfenglich aber iſt zu wiſſen/ das die Orthodoxt oder ware glidmaſſen der Augſp. Conf. nit al⸗ lein der Lutheriſchen eigenhirniges gedicht/ gegen vñ wider die hochnotwen⸗ Das HN. Bror dige Ceremonien des Brodbrechens im H. Sacram. mit gantz vnwiderſtreb⸗ zr. iſt mi⸗ lichen gruͤnden in vielen Schrifften vnd offenen verſamblungen aus Gottes 7. ſtarcken Wort ſtattlich vñ beſtendiglich widerlegt: ſondern auch die vnyberwindliche 75 rinckmawer des d. Brodbrechens im Abendmal/ welche der ſtiffter ſelbſt vmb ſeulẽ vnter dieſelbige herofuͤhrt/ mit 7. mechtigen Seulen/ ſo allein aus Gottes wort/ vñ ſtuetzelt. der alten Kirchen zeugnus/ genommen/ alſo befeſtiget/ das nit allein der doc. ſondern auch ſein gantzer anhang den Kopff daran entzwey gelauffen/ vñ mit ſolchem jren blutigen anlauff bezeugen muͤſſen/ wie ſchwer es ſey gegen den Stachel zu lecken: ſeind aber dieſe jetzt volgende Seulen/ deren theyls auch droben zum vberflus von vns auffgefuͤhrt worden/ damrt erwieſen wirt/ das das H. Brodbrechen im Sacr. mit nichten eine freyſtendige/ ſondern vielmehr J. Seule o- eine zur volkommenheit hochnoͤtige Ceremonien ſeye. der ſtutzel Die 1. Seule iſt genomen/ aus den worten der Einſatzung/ des Z. S. wie dteſelbige zu leſen bey den 3. Evan. Matt. 26. Mar. 14. Luc. 22. vnd Ap. Paulo. deſ H. Brot So iſt aber gewis/ dz der H. hirin new Sacramentliche Cerem. einſetzen woͤl⸗ br. len/ dahero nit gleublich/ auch nit beweislich/ das er etwas zu viel gethan oð 2. Seule des geredt habe/ wie auch droben geſagt. Die 2. Seule iſt herogefuͤhrt aus HI. Brodbr dieſen worten/ er hat gedancket/ das Brodt gebrochen/ vnnd vnder dte co. Juͤnger aus getheylet. Vnter welchen worten/ wie das ſegnen/ ſo vorhero Cor. II. e gehet/ 2z.


