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Anatomiae D. Jeremiae Vietoris, Das ist: Seines nechst Außgesprengten/ unbestendigen Gegenberichts, wieder das bestendige und Schrifftmeßige Marpurgische Berichtbüchlein, von dem Brodbrechen im H. Abendmal : Gründliche und Außführliche Zerlegung und Wiederlegung: Darin so wol die Hochnotwendige H. Ceremonia deß Brodbrechens, ... befestiget ... wirdt, Dem Guthertzigen, Christlichen, unpartheyischen Leser, so die Warheit lieb hat / Durch eine vornehme und hohe Person in Hessen
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ſo folget/ das den ſein/ Sohn neye wiederſize m H. Abendn gebrochen/ vmh den Abweſend get.

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Anatomiæ D. Ietemiæ Vietoris. aur

ſewerts Brodt wider verendert. Da rauß abzunehmen das aus ſolchem A⸗ berglauben die ſuͤſſen Kuchen in vnnd vom Bapſthumb angefangen/ vnnd ſo lang auch darin geblieben/ vnd gebrochen/ bis ſie endlich gar auch vom Bapſt in ſolche Meßplegzlein verendert worden ſeind.

Caput. XXIX.

Darinn ferner dargethan wirt/ daß das H. Brodbrechen/ in der Chriſilichen Kirchen /noch vber die 400. Johr geblieben/ bis das endlich der leidige Bapſt/ ſeine verfluchten Hoſtien hinein geſchoben. Wirt auch hieneben erklaͤret/ wohero der Bapſt zun kuchen/ als letzlich auch zun Hoſtien kommen/

vnd warumb man dieſelbige ſo hart halte.

Arumb aber die Papiſten die Kuchen im Abendmal ſo gern haben/

deſſen zeigen ſie ſeibſten die vrſachen an auß dem 72. Pjalm. v. 16.

da wir nach dem Hebrerſchen Text alſo laſen: Es wird ein geringes Aᷣtheylgen Frucht/ auff der Erden oben auff den Bergen ſein/ vnnd“ gleichwol die fruͤchte wie der Berge Libanon rauſchen. Ob aber wol hierin⸗ vngleiche verdolmetſchunge ſe ind: So kan man doch dem Hebretſchen Text/ ſo viel deſto neher/ vnd der(Allegoriæ) oder verbluͤmbten rede/ von der frucht

barkeit des Lands genomen/ ſo viel deſto einlicher/ obgeſetzte vnſere interpre⸗

tation wol behalten/ wie dan dteſelbige ſo wol der Frantzoͤſiſchen als der teut⸗

ſchen Verſ. Luth. aͤhnlich. Den(Piſſath Bar) eigentlich iſt/ ein theylgen Rorns/ wus biſ Oder wie andere woͤlzen/ ein hand vol Korns. Dahero gewis(wie in dem Buch gath. bar D. Joan. Fabri. Haulbrunt zu leſen) das die Baͤpſte erſtlichen jhre ſuͤſſe Ru⸗. chen/ welche ſie auch gebrochen/ darnach aber jhre Hoſtien in der Wetze/ wie ſe. nicht allein aus der quantttet oder groͤſſe/ vnd rundtformierter geſtalt/ ſon⸗De miſſa li. dern auch aus der Elevation oder auff hebung in der Meſſe abzunehmen aus 2 c.⸗.

woher die

dem Mißverſtandt des oben angezogenen 7²3. Pſalm. mit der zett alſo be⸗ kommen. Vnd daſſolbige aus den gloſſen etlicher alten Juͤdiſchen Rabinern/ 1 als nemblich Johat/ ſo lang vor Chriſti Geburt gelebt/ deßgleichen Kimbi/ unden Ho- Berachie vnd Rabbi Salomons/ wie ſie ſelbſt bekennen/ welche obgedachte ſt len. wort des 73. Pſalm. Von einem immerwerenden Opffer Meſſie auß Brodt Die Rabbi- oder Auchen vnd Wein/ verſtanden haben. Dahero man glerchwol ſihet/ wz furde- die Papiſt n vor einen ſo ſchoͤnen vnd herrlichen grund jrer Bapſtiſchen Neſſe die H aus den Buͤchern der alten Juͤdiſchen Rabbiner hero ziehen. Wo bleibt aber en ate H⸗ Dohles Wort/ welches ja billich die einige Richtſchnur ſein ſol vnſers Glau⸗ tien. ens 7 8 1.S

Wil man dann Gottes Wort hindangeſetzt/ die Juͤdiſche treume ſo au⸗ thentizirn? Den ob man wol etwan dieſe verdolmet ſchung vnnd außlegung der alten Rabbiner in jhrem werth vnd vnwerth woͤlte beruhen la ſſen/ bevor da es ſcheinet/ als wen ſie auff den Meſſtam/ vnd auff deſſelbigen Opffer/ am

Creutze geſchehen/ gerichtet ſein/ So koͤnnen aber doc, die Papiſten hirmit

nicht