115 Anatomiæ D. Ieremiæ Vietoris.
guch geheyliget Brodt/ weil es zu dieſer heyligen Handlung/ vnnd gebrauch des heyligen Abendmals gewendet wird. Es wird aber der Doctor dieſes billich noch lang nicht zugeben/ das ohne den Segen/ das Brodt ein gehey⸗ liget Brodt/ auch in der verricht ung des Sacraments zu halten oder zu nen⸗ woher das nen ſey. Vrſach/ ob wol dem Brodt ſelbſt(ex opete opexrato) allein der euſ⸗ Brod im H. ſerlichen Handlung nach, vnd durch dieſe bloſſe Wort(hoc eſt corpus meum) Hor das iſt mein Leibh/ das iſt durch den bloſſen thon/ vnnd gelaut derſelbigen/ Satr gehey: Petne ſonderliche heyligkeit angezogen wird: So wird vnnd iſt es aber doch liget wer- ein geheyligetes Brodt/ wegen deß Befelchs vnd Stifftung CH RJSTJ/ dAc. in vnnd durch die erzehlung der gantzen Hiſtorten des hetligen Sacraments/ durch die Gnade vnnd Segen deß heyligen Geiſtes im gebrauch des heyli⸗
gen Abendmals.
Was aber dem Doctort/ gegen das Brechen des Brodts dienen ſol/ wie er vorgibt/ warum̃ ſolte es vns daſſelbige nicht eben ſo wol auch die⸗ nen/ gegen dem Segen deß Brodts? vnnd da derſelbige nothwendig blei⸗ ben maͤſte/ wie er dann auch muß/ warumb ſolte dann auch in gleichem/ nicht auch das Brodtbrechen nothwendig bleiben muͤſſen? Htierauß ziehe der Chriſtliche Leſer/ nun dieſen kraͤfftigen beweiß vor das heyltge Brodtbre⸗
12. Schlus- cheu im heyligen Sacrain. Alles was zur Einſatzung des heyligen Sacra⸗ 72 ments gehoͤrig iſt/ das iſt auch noͤtig zur Conſecration vnnd einweyhung/ o⸗ redé zum der zur heyligung des Brodts vnnd Weins im heyligen Abendmal. Nun a⸗ beweyſe ber⸗/ ſo iſt zu der einſatzung des heyligen Abendmals/ das brechen gehoͤrig/ des H. Brot vnd mit nichten/ das geringſte. Drechent. Derowegen/ ſo iſt auch das brechen noͤtig zur Conſecration/ vnnd ein⸗ Propofttio weyhung oder heyligung des Brodts. Die Propoſitio iſt nich mein/ ſon⸗ Erop dern Doctor Huns/ welches ſchwaͤbiſche Huͤnlein ſonſtet mehr Kuͤchlein/ als es gut iſt/ in Heſſen hinderlaſſen/ welche doch gleichwol hierinn mit jhm De Sacram. nicht gleich kraͤhen. Dann alſo kraͤhet das Huͤnlein. Die ware Conſecra⸗ „.717 tion oder einweyhung/ die beſtehet nicht allein in der heimblichen murmel⸗ 4 lunge/ oder erzehlung dieſer Worten: Das iſt mein Letb/ das iſt mein Blut: „ ſondern in der gantzen Hiſtorlen der Einſatzung des heiligen Abendmals/
„wte daſſelbig von den Evangeliſten/ vnnd dem Apoſtei paulo auffgezeichnet
„worden iſt. Welchem aber ſeine jungen Zuͤnlein nicht nach kraͤhen/ wie an vnſerm Doctor. abzunehmen/ welcher das Brodtbrechen/ auß den Worten der Einſatzung gern außuſtern woͤlte/ iſt aber nit ſo hoch zu verwundern/
D. Hun, hat dann auch Vnls ſelbſt nicht allenthalben gleich gegoͤtzet/ wie dg ſelbſt auß nit gleich ſeinem vnklugen kiuckengeſthrey/ vnd faulen Syern vom heyligen Brodtbre⸗ geſungen. chen zu ſehen iſt.
Aſumptio. Die Aſſumptio iſt der heyligen Evangeliſten vnd des Apoſteln Pauli/ wle niemand/ auch vnter den Srodtbrechers feinden wird leugnen koͤnen. So
iſt demnach das brechen noͤtig zur Conſecratton des Brods/ vnd Feines we⸗ Ein beſſer ges nicht zu vnterlaſſen. Es het der Herr Doctor alſo beſſer arginnentirn Schlus D. I Funnen/ oder auch etwanwoͤllen. Ajle, um heiligen Sacrament noͤtige Cere⸗ y. monten/ die gehoͤren zur außtheylung vnnd nleſſung ſo wol der Elementen o⸗ der heyligen delchen/ als des Heyligen Leibs vnnd Bluts Chriſti: Das La
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