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Anatomiae D. Jeremiae Vietoris, Das ist: Seines nechst Außgesprengten/ unbestendigen Gegenberichts, wieder das bestendige und Schrifftmeßige Marpurgische Berichtbüchlein, von dem Brodbrechen im H. Abendmal : Gründliche und Außführliche Zerlegung und Wiederlegung: Darin so wol die Hochnotwendige H. Ceremonia deß Brodbrechens, ... befestiget ... wirdt, Dem Guthertzigen, Christlichen, unpartheyischen Leser, so die Warheit lieb hat / Durch eine vornehme und hohe Person in Hessen
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26 Anatomiæ D. Ieremiæ Vietoris.

nit haben/ wen er allern hierauff ſtuͤnde/ was die heyligen Apoſteln zur DerdApoſteln Zeit der Einſatzung gethan/ vnnd nicht auch hrerin/ darinnen jhnen Ihan im k' Coriſtus iſt vorgangen. Den der Apoſteln als der Communtcanten deß mahliges thun/ richtet ſich nothwendig nach dem Aufstheylen CHriſti/ Nachtmal vnd kan alſo das Brod nicht recht genommen vnnd Seſſen/ der Wein uit richtet ſich recht genommen vnd getruncken werden/ Nemblich zu dem Ende/ darzu nach dem ſolch H. Sacrament von Coöriſto iſt eingeſetzt/ zu ſeinem deß HErrn Chriſtt außtbeylen. Gedechtnůs/ wo dteſelbige nicht recht geſegnet/ darnach das Brod gebro⸗ chen/ der Wein gegoſſen/ vnd außgetheylt werden. Das ich jetzund geſchwei⸗ Der be. ge/ das ſolcher befelch Criſti vornemblich auff das Ampt der Apoſteln/ felch Chri- vnd alſo folgends der Außtheiler gerichtet iſt/ welchen der HErr CHriſtus ſti gebet be ſolches Ampt vnnd heyliges Werck/ allermaſſen/ wie ſie an jhm ſelbſten yor auff dar geſehen/ Anbefohlen haben wilt. Wie dann die heyltge Apoſteln ſolche Ceremonten deß heyligen Brodbrechens nit allein bey den Juͤden(darmitz Anpt deß nicht einer wehnen oder vielmehr Calumniiren vnnd leſtern duͤrffte/ es ſey Auſfitheilens das Brodbrechen alſo allein nach Juͤdiſcher Gewonheit geſchehen:) Son⸗ dern auch bey den zum Chriſtitchen Glauben bekehrten Heyden/ bey welchen ſonſten das Brodbrechen nit vblich/ gebraucht haben/ wie wir bald her⸗

1 nach aus dem Ypoſteln Paulo hoͤren woͤllen.

D. Luther Wan aber die vermeinten Luthertſchen ja etwan nichts geben wolten/ begreifft auff jetzt geſetzten Grundt/ ſo in dem befelch Cüriſtt gantz vnbeweglich da dus Brechen ſtehet: So will ich doch verhoffen ſie D. Martint Luthert Zeugnus/ ſo bey naacfehes jhnen Omni exceptione majus iſt/ vnnd zun zeiten wol gegen Zeugens

Sinne vnnd Meinung von jhnen bey den Haaren hinbey gezogen wird/ Paſ⸗ , ſiren laſſen werden/ da er im Buch de abuſu Miſſæ Anno 22. Beydes das Worr Chri. Brodbrechen vnd Auß theꝛlen in den befelchs worten C‚riſti(hoc facite) ſii, darthut das thut begreifft/ vnd alſo ſpricht: Was wird den auß den worten Chriſtu (hoc facite) das thut? Widerumb thun ſie anderſt als Chriſtus befohlen/ hierauff machen wir vnſere dritte Schlußrede alſo. Was die heyligen Apoſtel in der haltung deß heylrgen Abendmals nicht 3 Scpliered allein ſelbſt beſtendig gethan/ ſondern auch andern zu thun verordnet vnd 4 pefohlen/ deß haben ſie ohne allen zwerffel gewiſſen Befelch gehabt von dem Stiffter Criſto ſelbſt. Nun aber ſo haben ſie in der haltung deß H. Abend⸗ mals das Brod nicht allein ſelbſt gebrochen/ ſondern auch andern zu brechen aufferlegt vnnd befohlen. Derwegen ſo muͤſſen ſie ohne allen zweiffel deß Brodbrechens gewiſſen befelch von CHriſto gehabt haben. So viel vom erſten Argument. 1 IX. Cap.

Apumt DVon dem 2 Argument deß andern Zeugnuß vnd Exempels der

us Se Apoſteln/ belangend das H. Brodbrechen im Abendmal.

nus vnd Er- As ander Argument/(Spricht ferner das Marpurgrſche Bericht⸗ ) buͤchlein) das nemblich der ᷣrr Criſtus ſeinen Jungern auch

das rodbrechen befohlen/ iſi dieſem faſt gleich/ vnd ſiohet in dem⸗

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