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Anatomiae D. Jeremiae Vietoris, Das ist: Seines nechst Außgesprengten/ unbestendigen Gegenberichts, wieder das bestendige und Schrifftmeßige Marpurgische Berichtbüchlein, von dem Brodbrechen im H. Abendmal : Gründliche und Außführliche Zerlegung und Wiederlegung: Darin so wol die Hochnotwendige H. Ceremonia deß Brodbrechens, ... befestiget ... wirdt, Dem Guthertzigen, Christlichen, unpartheyischen Leser, so die Warheit lieb hat / Durch eine vornehme und hohe Person in Hessen
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edißmttwaln mum, 2. ſer. lgno addita Si. In dem Sacra Im newen To wird dur vird geſtaͤrcket. in Wort dieſe gebrochen wirt. iſt gegen vnſern 0d/ vnd utt mu

kiſche Soſttens⸗ en/ volkomme⸗ aͤnlichkeit ſol⸗ neingeſetzt vf he vom Bapſt/ iſchen Orewel Brods in den eheupten/ vnd vor 0o. jarẽ/ utigentag nit behalten vnd nlichkeit deß i ſie dahero Mͤchlein ge⸗ nd den Ver⸗ reiſſen/ wie en denPapi⸗ Pbiquitiſten

ab/ daß ſie ſe zent ſtreitten/ en ſelbſt dieſe Nothwendig tio/ oder Miu⸗ TGriſti vnterm nen Mann fal ſertheilung deß ungerige Sel geſpeiſet wird, ie paulus ſagt wle die Eyyn

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Anatomiæ D. Ieremiæ Vietoris. A⁴

geliſten reden) dadurch den ſo wol von Z. Evangeliſten/ vnd Apoſteln Pau⸗ 0/ als auch von den Patribus ohne allen zwelffel daß Leyden vnnd ſterben CSrtſti vns angebildet/ verſtanden wird: vnd wie auch die duͤrſttge Seele deß Wenſchen mit dem Koſinfarben Blut CSHriſti/ ſo vor vns vergoſſen/ al⸗ lein durch den Slauben getrencket wirdt: Al ſo muß auch im S. Sacrament wirumb deß Altars nit allein wares vnd Narhafftiges Brod/ wie dan auch rechter das Brod im vnd warer Wein ſeyn: Sondern es muͤſſe auch das Brod vom Ktrchendr⸗ Sacamenn ger offentlich vor der Gemein gebrochen/ vnnd der Wein gegoſſen werden/ crameén damit alſo der gehorſamb deß Leidens vnnd ſterbens CHriſti/ Erafft dieſer muſſe Se- ſichtbaren Zeichen/ deß gebrochenen Brods/ vnnd gegoſſenen Weins/ vns brochẽ wer volkomlich angebildet/ vnnd gleich als mit gewiſſen Sigillẽ zur Vergebung gen. vꝛiſerer Suͤnden/ vnd ſterckung vnſers Glaubens bekraͤfftiget werde. Muß Dar Broa alſo das Brod von dem Brechen keines wegs nit abgeſondert werden. Den D⸗ wie das Brod iſt der Letb CHriſtꝛ/ ſo iſt auch das Brechen deß Brods/ das vnd das bre. Leyden vnd ſterben CHriſtr. So iſt aber das Brod ein Symbolum oder Hey⸗ chen mußé liges Zeichen deß Leibs CHriſti/ wie dan auch das Brechen iſt ein Symbo⸗ bey einãder lum vnd H. Ceremonten deß Leydens CGriſtt. 7,7 Wite nun bey dem Brechen deß Brods nitt zugleich N ꝛtuͤrlicher weiſe zu⸗ 5. gegen iſt das Leyden CoHriſti/ Alſo iſt auch nit der Lelb CHriſti natuͤrlicher Beweis, weis vntern Drod/ ob ich wol gewiß bin vnd glaube/ daß jch denſelbigen mit daß der na- ſeinem gantzenVerdienſt deß bittern Leydens vnd ſterbens Eſſe vnd genleſſe turich leis mit dem Munde deß Hertzens/ ſo gewiß ich mit dem Munde deß Leibs das Chriſti nis geheyligte Brod eſſe vnd genreſſe. Darauß nun Augenſcheinlich zu ſehen/ d; 1 das H. Brodbrechẽ/ ob man es wol obgedachter maſſen kein weſentlichs theil im Brod. neſen wolte/ doch gleichwol ein ergaͤntzendes/ alſo deß weſentlichen teyls/ Ohne dus nem̃lich deſ geheiligten Brods gleich als vnabſonderlichs Heupſtuͤck ſey/one 1 5 welches das. Abendmal bein gantz/ ſonder ein geſtuͤmpelt Apendmal iſt/ ob Brodoreche es wol ſeine weſentliche ſtuͤcke alle mir einander/ als nem̃ich Brod vnd Wein iſt das H. hat/ ebenermaſſen wie der Menſch wol ein Menſch iſt/ da Kerb vnd Seel no ch Aberdmabl beyeinander/ aber kein volko mener Menſch kan genant werden/ wen jhm ein nit polkom- Gliedmaß deß Leibs/ als ein Arm oder Bein abgenomen worden iſt. Daher 1. Auguſtinus ſagt: Quando Panis frangitur,&c. quid aliud ſignificatur, quàm**- oblatio corporis i pſius in Cruce? Das iſt/ wen das Brodgebrochẽ wird/ rc. Was wird anders angebildet/ als das Opffer ſeines Leibs am Creutze? Da⸗ zutt anzuzetgen/ wie noͤtig etnem Communtcanten ſey das Gedechtnuß deß Keydens vnd ſterbens CGriſtt/ alſo noͤr. ſey anch das H. Brodbrecheu/ wel⸗ ches vns den Todt CHrtſtr gleichſamb abgemahlet alſo vor Iugen ſtelle. Sterin wiſſen ſich auch noch heutiges Tages dre Pont tficij in jhrer erdichten Meß fein zu finden/ in dem ſie bekennen/ vnd ſagen/ es ſeye das Brodbre⸗ chen noͤtig/ zwar nit zum Weſen/ ſondern zur voln kommenheit deß Sacra⸗ ments/ oder wie ſie lieber reden woͤllen/ zum Opffer/ alſo das/ wen etwan dem Prteſter/ in dem er den Kelch mit dem Creuge zelchnet/ die Hoſtien gantz/ vnd nit Zerbrochen in den Kelch hinein fiele/ als dan das weſen deß Opffers wol da ſey/ aber nit die Volkommenhett deſſelbigen/ wie Bellarminus redet/ welchen ſonſten der Doctor/ vnd ſeiur La orten gar woͤllen gefreſſen haben/ 3 vos

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