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Anatomiae D. Jeremiae Vietoris, Das ist: Seines nechst Außgesprengten/ unbestendigen Gegenberichts, wieder das bestendige und Schrifftmeßige Marpurgische Berichtbüchlein, von dem Brodbrechen im H. Abendmal : Gründliche und Außführliche Zerlegung und Wiederlegung: Darin so wol die Hochnotwendige H. Ceremonia deß Brodbrechens, ... befestiget ... wirdt, Dem Guthertzigen, Christlichen, unpartheyischen Leser, so die Warheit lieb hat / Durch eine vornehme und hohe Person in Hessen
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Nietor ben todtbrechen

rumb verheß lche Cenſurae t vndgeſtel⸗ hweccher ii⸗ nd ſich findet nfuͤhrung des urtz zuvor auch außgehen/ de ſo wol deepet⸗ uch wol dueſen anden/ wiede doris hinzugo derſchiedtliche leichen allent⸗ der dort hin⸗ vorſtehendem n kan/ wenn etduͤncken wil heologt ſein nd ſich findes hette er dis⸗ ie namen ſol⸗ vol ſo viel iyre es jrer Hofti⸗ ſo mit ina gelerter wergn neſelbige dem ſen alhier an chterlaſſinaii Warpurgich erſon bef we gar ein ſubaler gederſich ſü fffen: Eöklündi je obichte Lnhy mnur zur ſchnac nnur zu 5

Anatomiæ D Ieremiæ Vietotis.*

mmer auff der zunge iſt/ 3 ohne verle bung ſeines gewiſſen 6 dexteram traternitatis, das iſt die rechte Hand der Bruͤderſchafft geben. Iſt diß D ler V eb- nit ein herrliches Apophthegma eines Theologt/ darzu eines Doctoris:wie ret andere dann auch vnſer D. ſich hierin zimblich bloß gibt/ wenn er denſelbigen Heſſi⸗ Theolo- ſchen TCheologum etwas zu můlt ehret/ als der derozelt ein vornehmer Theo⸗ lie logus geweſen/ verſtehe ich/ da er noch ſeiner des H. Doctoris Jeremte mey⸗ 808; Ale es ung geweſen: Da er aber itzund etwan von derſelbigen abgetretten/ da ha⸗ nit mit jhm be auch ſolche ſeine vornehme Theologia auffgehoͤret. Dann ob der Doctor halten gar vlelleicht ſagen woͤlte/ verſtehe er daſſelbtge alſo/ ſey gemeinter Theologns gering. derozeit noch um leben geweſen:retmet ſichs nit/ den der ſelbige auch nach ſei⸗

nem todt ſolchen lob nit verlohren hette/ vnd bliebe ein vornehmer Theolo⸗ 5 gus wie er zuvor geweſen/ in maſſen denn der D. ſelbſt auch nit gern zugeben D. Mart, I. wuͤrde/ wenn mann ſchlecht ſagen woͤlte/ D. Martinus Lutherus ſeye dero⸗ iſt geweſen ʒeit ſeines lebens ein vornehmer Theologus geweſen. So wuͤrde er auch ge⸗ pnd hleibt meinten Heſſ ſchen Theologum/ wenn er ſeiner meinung geblieben were, nit 5 ſo milt gelobet haben/ auch nach deſſelbigen abſterben/ das er nur derozeit ein vornèb- ein vornehmer Theologus geweſen/ denn einmahl gewiß/ daß ſich der Do⸗ mer Tbeols ctox ſo wol in ſeinem leben auß ſeinen etwan langgewuͤnſchten Huntaniſchen gus. verdolmetſchungen/ auch ſeinem jtzigen vnbeſtaͤndigen Gegenbericht/ als

hernach vor einen vornehmen Theologum/ vnd Calviniſten butzer(weil er je D Viet. ver-

den Namen Calvint ſo gerne brauchet:) zwetſſels ohne/ wann ers nur koͤnne/ meinter woͤlle gehalten haben. Dem ſey nu aber wꝛe jhim woͤlle/ ſo frage ich den Do⸗ Calviniſtes ctorem/ ob dieſelbige cenſuræ, publicæ oder pPiivatæ geweſen? Muß er be⸗ butzer. Fennen ſeyen Pllvatæ geweſen/ denn ſie ja vnderſchiedliche vnd vugleiche ge⸗ weſen/ ſonſtet woͤrden ſie ſich auff befelch der Sohen Obrigkeit eines gleich⸗.. nnaͤſſigen Conſens/ wol verglichen haben⸗ Aber dieſſe Leute/ die warten nit Vhi luitiſt ſo lang/ biß ſie jhrer ſachen gewiſſen vnd gruͤndtlichen befelch haben/ oder a⸗ die plumpeu bor biß ſie ſich eines beſtaͤndigen verglichen/ moͤchte jrem privat nutzen/ Eh⸗ zu. ren vnd namen etwas abtragen. So haben ſie auch/ wie in publicis Cenſu⸗ ris geſchehen ſol/ auff keinen befelch ordentlicher hoher Obrigkett warten koͤnnen/ drewenl dieſes Chriftliche werck/ ſo in der Churpfaltz recht vnd wol wolſtandi derozeit vor die hand genommen/ vnd biß noch/ Gott lob/ in guter richttger der Kirchen Vrdnung erhalten wirdt/ jhre Kirchen nichts angangen/ Aber vorwitzige in der pfalz Leute koͤnnen dieſen ſpruch vbel dulden/ beiſet D. 1 Tua quod nilil refert, percontari deſinas, Das iſt/ Was dich nit brendt an deine hand/ Preteren Las vngeleſcht/ bringt dir ſonſt ſchand/ Woͤllen alles auß lauter vorwitz leſchen/ obs ſie ſchon nit angehet/ woͤllen in alles jre Na ſen mit ein ſtecken/ ſein ſo werß geſchickt/ daß ſie wol auch hoͤ⸗ Vorwi ren das Graß wachſen/ vnd die Floͤhe huſten/ meinen es gehe nit recht zu/ weñ)nt4 ſie nit auch einen ſtein im bret/ vnd den einen fueß auff der Cantzel/ den an⸗Vlrd ge- dern auff der Cantzeley haben/ Fain Hochzert/ kein Kindtbett/ Fern Gelach/ ſty af 2 nuch wol vnder der offenen Linden muß gehalten werden/ Herr Vorwitz ſi⸗ Bet ohen au, Wo hleibt aber die Sibel 3 wenn ſtydiret maun auff die Pre⸗ 3

digten