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48 ₰ Ch Gott! der Thevyvre Furſt, das Cronen. Haupt der Heſſen, Der unvergleichlich Herr, vvo iſt er kommen hin? Wer vvolte dieſen Fall ſo liederlich vergeſſen? Mein Lebtag vvird er mir nicht kommen auſs dem Sinn. So lang ich leb und vvall, in dieſer Zeitlic hkeit, Werd tragen ich umb Iha ein unaufthorlich Leyd.
Wann ich den Tag ervveg von drey und dreyſſig Zeiten, An vvelchem dieſer Furſt unch gnadigſt nahme auff; Von Hertzen danckbarlich ich muſs dabey bedeuten, Wie mir unvvurdigen, in vvehrend meinem Lauff, Gegönnet vvar das Gluck, daſs, biſs ins achte Jahr, Der Tevyre Fͤrſt zugleich mein Fürſt und Vatter vvar.
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Auſsfuhrens braucht es nicht, ich zeug, und dieſſes vviſſen Mein Mit-Geſellen all, die ſtimmen mit mir ein,
Wie durch des Furſten Gnad die Hoff Schul vvar beflieſſen, Daſs ich in allem ſolt mehr gann geſchickter ſeyn. Und vvo es ſonſten fehlt, da hatt ich alle Gnad, Vielmehr, als in dem Fall eins meincr Eltern that.
Da nun, vor einmahl ſechs und zvveymahl zehen Jahiren, Mein Fuͤrſt mich ruffen lieſs, zu kuſſen ſeine Hand,
Und mit deſſelben Schrifft nach Norden vvolte fahren, Er, zu mir vveinenden, ſich gnãädigſt alſo vvand:
Zich hin, und halt dich vvol, komm vvieder, du ſolt ſehn, Daſs jederzeit rur dich ein Lck vvird oſſen ſtehn.
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O aber vvanckend Gluͤck! vvie haſtu dich vervvendet: Das hohe Heſſen-Hauſs in ſolchen Jammer bracht,
Durch allzufrùhen Todt, des Furſten Zeit geendet, Mein Hoffnung mir hierdurch auch gantz zu nicht gemacht? Dann, da die Cimberſce mich vvieder vvurffan Land. Meinfürſten leyder!ach! ich nimmer lebend fand.
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— Was kan man aber thun bey ſo bevvandten Sachen? Det Hõchſte hats verhiengt, man muſs es nehmen an Was Sott thut, das iſt guth, dldn nichts anders machen, Kein Klugheit in der Welt ſein Werck bemeiſternkan. Diſs iſt der beſte Troſt, ob ſchon der Fürſt darvon; Noch iſt er berall, das iſt der Tugend Lohn.
Er lebet noch im Reichbeyhohen Potentaten, Ja König' auſſer Reich vergeſſen ſeiner nicht,
Da leben ſeine Werck, da leben ſeine Thaten, Dicht allen ſeines Stands dergleichen Ehr beſchicht. Er lebt an ſeinem Hoff: Er lebt, in ſeinem Land;: Die Hertzen ſeynd jhun da gar trevvlich zugevvandt.
Im Himmellebt er recht, daſſelbe liebe Leben Miſagòni' jhm niemand nicht, daiſt der Ehten Cron, All irrdiſch Eytelkeit hett jnm nichtkònnen geben, Ein Leben ohne Sorg, ſo einen Gnaden-Lohn. Sott trõſt die ſeinen hie: Er lebe dort in Frevvd, Biſs Leĩb und Scel zugleich beſtrahlt die Evvigkeit. 3
Nun, ich komm hinden nach, ich hab zu lang geſchvviegen, Der Gott, der alles kennt, der kennet auch mein Hertz, AchGott Demſelben vvill ich nicht, auchkeinem Menſchen liegen, Daſã dieſes Fürſten Todt mir vvar ein bitter Schmertz. Der letzte binn ĩch zvvar, der ſich zu ſchreiben vvagt, Der erſte aber mit, der Ihn im Hertzen Klagt.
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