Du ſolt ſeyn mein ſchlaffen, vvachen,
Mein auffſtehen, nieder geh'n, Ja, in allen meinen Sachen
Soltu mir zur Seytenſteh'n. Wann ich eſſe, trincke, rede;
Wann ich leſe, vvo ich bin, Will ich, ohne Sünd und Fehde,
Auff dich richiten meinen Sinn.
Bin ich kranck, ſo vvill ĩch finden, Bey dir, Jeſu, Hülff und Rath-
Dich vvill ich mit Lob umbvvinden, Ich vvill deine Wunderthat,
Daſs du biſt vom Himmel kommen,
Und haſt unſer Fleiſch und Bluth,
Nicht die Engel angenommen,
Ruhmen ſtets mit Hertz und Much.
Du ſolt ſeyn mein Zieh, und Glauben, Mein Gebett, Gedult, und Krafft, Keiner ſoll dich von mir rauben, Du ſolt ſeyn mein ſuſter Safft. Und dein Bluth, das du vergoſſen, Soll am Ende laben mich, Daſs ich bleib dein Hauſs-Genoſſen,
Und verſencke mich in dich
Gieb mir nur, auſs lauter Gnaden, Deines Geiſtes Krafft und Macht. Dann, ſo find ich, ohne Schaden, Das, vvornach ich immer tracht,
Nemblich Ruhe„Frevvd und Leben;, b
Sicherheit und ſteten Fried, Welche Gott dem gern vvill geben, Der umb ſeinen Geiſt Ihn bitt.
Endlich, vvann ich eins foll ſcheiden. Von der Welt, vvöll deine Hand
Mich, nach allem meinem Leyden, Führn ins rechte Vatterland,
Da du alles: vvirſt erſetzen,
Da du jeſus vvirſt allein
Nicht nur evvig mich ergetzen; Sondern auch ſelbſt alles ſeyn.
Dann vvill ich, mit Mund und Hertzen,
Eyvvig heilig rhmen dich, Weil ich, ohne d˙nd und Schmertzen, Nur in dir erfrevve mich, Auch mit aller Engel Chören
Und der auſservvehlten Schaar, Werde ſtets dein Lob vermehren.
Amen, ja, es vverde vvahr.
Ach Gott!
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