Druckschrift 
Unverweslicher Ceder-Baum Zu Ewigem Andencken und Namens Unsterblichkeit Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Georgen des Andern, Landgraffens Zv Hessen, Fürstens Zu Hersfeld, Graffens zu Catzenelnbogen, Dietz, Ziegenhain, Nidda, Schauenburg, Isenbvrg Vnd Bvdingen, &c. Eines, Als Er Noch Lebte, Höchst belobten ... Fürstens : Im Namen Der Gantzen Universität Gissen, zvvischen Seuffzen und Thränen, In Einer Offentlichen Lob- und Klag-Rede, Unterthänigst gesetzt und auffgerichtet / Durch Johan. Tacken, Der Philosophi und Medicin D. ... [Vorrede: Sophia Eleonora Landgräffin zu Hessen & Höchst betrübte Wittib]
Entstehung
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47 Darumb gedenck an mich 1 Ieh vvill dir Labſa So beſſer iſt als Safft von eingelegten M0u le hen. Biſtu ein Sünden- Menſeh: ſo heis Ich Jeſus Chriſt, In meinem Nahmen ja der Sünden tilgung iſt. Heiſt du ein Kind des Zorns? ſo heiſſe ich mit Nahmen Dein Jeſus, voller Gnad Biſtu vons Todtes Samen; So bin, ich Jeſus, ja dein Leben fur und für, 1 Die Warheit und der Weg zur rechten Himmels- Thür. Will dich verdammen und der Hoôllen Grund erſchrecken? Will dich des Meeres Zorn mit ſeinen Fluthen decken? 3 Ich bin dein Secligkeit: Ich bin der rechte Port: Wer bey mir lendet an, der kombt zum ſichern Orth. Biſtu ein Jammer-Kind, voll Elend und voll Schmertzen:? Durch mich vvird Herrlichkeit auffgehen deinem Hertzen. Krenckt dich die Einſamkeit? Ich bin ja ſtets bey dir.

Fällt ein die dunckle Nacht? Mein Gnade leucht dir fur. Ich bin dein Schmuck und Zierd, und deines Hertzens Crone: Gedencke nur an mich, ich bin der Dreyheit Throne, Die doch nur Eines iſt. Ich bin ja ſelbſten Gott, Der dich erloſet hat auſs aller deiner Noth. Laſs dieſes zeitlich Leyd dich nicht ſo ſchr betrüben! Denn ſeelig iſt der Menſch, den ich ſo pfleg zu üben, Daſs er mir trage nach ſein Creutz, mein ſanfftes Joch, Ich vveis, vvann ers bedenckt ‚er vvird mir dancken noch.

1 Es folget nach dem Leyd. vermc, auff dieſer Erden, Die Menſchen ich beſuch, vvas nicht geſagt kan vverden,

Gott, Himmel, Leben, Liecht, vvas nie kein Ohr gehõrt, Und in keins Menſchen Hertz noch jemahls eingekehrt. So haſtu ja dann nun, betrübte Seel, zu dencken, Wann du nicht ſchlaffen kanſt, und dich nicht mehr zu kräncken, Drumb halte mich mit Fleiſs(vveil ich gein Jeſus bin, Nichts beſſers vveis die Welt) in deinem krencken Sinn! Du geheſt, ſteheſt, liegſt, du ſitzeſt, vvacheſt, denckeſt, n Du ſchläffſt, ſeyſt vvo du vvilt, ſeh daßs du nur dich krenckeſt, Umb mich und meine Lieb, ſo vvird die Leydens Zeit Dir vverden bald verkehrt zur Prevvd in Evvigkeit.

Auch haſtu vvas verlohrn, du vvirſts bald vvieder finden,

Und vvas noch beſſer iſt, das vvird dich mit umbvvinden. Gedultig leyd und meyd, und glaub, ſo haſtu ſchon, Was evvig dich ergetzt, des Himmels Frevvden· Cron.

Seclen. Frevvd..

BLenck mein Gott und Herre, Daſs du mich ſo haſt erquĩckt! Auff, mein Seel, und dich entferre Von der Welt, auff, ſey geſchickt! Ich vvill mich nicht mehr betrüben,

Jeſum hab ich nicht verlohrn. Jeſum vvill ich hinfort lieben, Jeſum hat mein Hertz erkohrn.

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A He- e

4 1 ʃ9

Du, Herr Jeſu folt mein dencken, Meine Sorg und Arbeit ſeyn.

Nur nach dir vvill ich mich lencken, Du, du ſolt mein Stevvrmann ſeyn,

Wann ich, durch des Meeres Wellen, 2 Werde hin und her gejagt, Will ich mich zu dir geſellen, Du haſt Hulff mir zu geſagt, Aa Du & b Dxun

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