Druckschrift 
Unverweslicher Ceder-Baum Zu Ewigem Andencken und Namens Unsterblichkeit Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Georgen des Andern, Landgraffens Zv Hessen, Fürstens Zu Hersfeld, Graffens zu Catzenelnbogen, Dietz, Ziegenhain, Nidda, Schauenburg, Isenbvrg Vnd Bvdingen, &c. Eines, Als Er Noch Lebte, Höchst belobten ... Fürstens : Im Namen Der Gantzen Universität Gissen, zvvischen Seuffzen und Thränen, In Einer Offentlichen Lob- und Klag-Rede, Unterthänigst gesetzt und auffgerichtet / Durch Johan. Tacken, Der Philosophi und Medicin D. ... [Vorrede: Sophia Eleonora Landgräffin zu Hessen & Höchst betrübte Wittib]
Entstehung
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Wie meine grüne ſich vervvandelt hape, Wie mir der Todt geraubet meine Gabe. Den klugen Sinn, den Fürſten, vvelcher vvar, Aein Troſt und Ruhm in allerley Gefahr, Des Nachts Ich ſuch, in meinem Travver-Bette, Den meine Seele ſtæts gern bey ſich hætte. Da iſt kein Stimm. Ich ſehe, daſs ich bin Ohn Hülff und Troſt, mein Liebſter iſt dahin? Wo ſoll ich denn nun hin mich endlich lencken? 2 . WMas ſoll ich ſchlaffloſs endlich dann gedencken? b Das mir verkürtze meine Travver-Zeit, b Und mindere das übergroſſe Leyd! w 2 Was vvird dann endlich lindern meine Wunden? Wie ſollen fliehen vveg die Travvver-Stunden. Da ein Minut mit iſt gleich vvie ein Tag, 0 Der Tag ein Jahr und bleibt doch immer Klag

Troſt Antvvort des Herren IElu.

Es Nachts, vvann* ervvachſt, gedenck an meinen Nahmen, Daſs er ſo lieblich iſt, leg deine Hænd zuſammen, Und dancke mir mit llcitsfür meine groſſe Trevv, Die über deinem Iaupt iſt alle Morgen nevv. Ich Jeſus bin der ſchönſt vor allen Menſchen-Kindern, Gedencke ſtæts an mich, ja laſe dich nichts verhindernr, Zu faſſen mich ins Hertz, nimb mich in deine Arm Ich hins der deine Scel mit Troſt kan machen vvarm. Mein Nahm iſt honig ſüſs: Er iſt ein Nahm der Frevvden: üA Bey mir iſt Raſt und Ruh, durch mich verſchvvind all Leyden,. 1 b . Niches ſchohers glaube mir, iſt auff der gantzen Weelt, Als ich, und vvas mein Nahm ſo lieblich in ſich hælt. In meinem Nahmen vvird gevviſslich o das gefunden,... Was heyla und lindern kan, die ſcharpffe Todtes-vvunden; 3 b Li bin das Manna ſelbſt, das Hloltz: im Paradeyſs, Und der zu rechter Zeit or vvol zu helffen vveiſs. Ich ſtærcke dich mit Krafft; ich helffe dir auſs Nöthen: Ich kan alleine dich in deiner Angſt erretten. Wann du durchs Fevvr gehſt, ſo vvill ich bey dir ſeyn, Daſs dir der Flammen Macht nicht ſchad' und mache Pein, Wann du durchs Waſſer gehſt, ſo ſoll doch für dem vvuũten, 1. Der Wellen meine Hand dich ſchùtzen und behüten, Daſs du nicht gehſt zu Grund; dann ich, ich bin der Herr, Der dich erloôſet hat, und onlten keiner mchr. 1 Datumb gedenck' an mich! der Todt muſs durch mich veichen: Ich bin das Leben ſelbſt, in mir kan man erreichen, Was nur ein Menſch begehrt, Heyl, Friede, Frevvd und Liccht, Krieg, Angſt und Finſternus fur mir beſtehen nicht. 8 Mein Nahm iſt eine Salb, ſo dir dein Hertz erquicket, Darch hren edlen Ruch, hat dich die Sùnd getrúcket,

So vvird der Ballam, den mein Nahme von ſich giebt, 1 Er vveiſen, daſs ich dich von Aiifaug Lab Selicbr.

Des Himmels Prevvd bin ich, ja aller Engelſcharen,

Die jauchtzen über mir, drumb du auch vvirſt erfahren, Wann du nur an mich denckſt mit einem Liebs-Geſchrey Daſs ich der Menſchen Zierd und dein Luſt-Garten ſey.

Ich bin der Meisheit Brunn, der Seelen vvahre Sonne: W

Ich bin dein Liecht und Lohn, und deines Hertzens Vonne, Ein Troſt der Travvrigen, ein Hülff in aller Noth:

EKin Hoffnung derer die beſtreiten vvill der Todt.

Ich, ich bin fur und für dein Zuflucht, Burg und Feſte,

Ich bin der freundlichſte, gevvaltigſt und das beſte,

Ich bin der reichſte Schatz: Ich bin das hochite Guth, Wer an mich nur gedenckt, erfriſchet ſeinen Muth,

Darumb

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