. 44 AGETROST UND ERQICKIINGS WORT,
A N
V Die Durchleuchtigſte Fürſtin und Fravve, FRAWE S OPHIAM ELEONORAM. Au Geborne Hertzogin, auſs Churfürſtlichem Stamm, zu achſen, 1 Gülich, Cleve, und Berg, etc. Vervvittibte hõchſtbe-
1 trübte Landgräffinzu Heſſen, Fürſtin 2u Herſsfeld, erc.err.
dumg 4 Bey dero hõchſter Betrübniſs,2u kräfftigem immer- ndlarx, vyährendem Seclen- Troſt,
velt um. G Geſtellet und unterthenigſt uberreichet, e EO N
—— — — —. — 1 ——
12 —., —, — — B—
3 4 * * 3 1
es JOHANN TACKEN, DER MERDICIN DOCT. PROE. UND FURSTIL. LEIBMEDICO ZU DARMSTADT. ¹ Pſalm. 119. und Pſalm. 63. O 1 Herr, ich gedencke des Nachtsan deinen Namen: vvann 8 ich ervvache, ſorede ich von dir. 7 Klage- N Ort. AN dem, bey ſchvvartzer Nacht, die Leute liegen, 3 F Und durch den Schlaff die Krafften vvieder kriegen, Se So vyollen mir verſchvvinden Muth und Hertz, VWieil mich betroffen hat ſo groſſer Schmertz. 3 5. Ich dencke, vvie ich vvar vervvichner Jahren, 4 S— Da ich das Leyd noch hatte nicht erfahren, Aan Das übergroſſe Leyd, die Travver-Nacht, So mir mein liebſtes Hertz hat vyeg gebracht. 3 Da Gott mit ſeiner Huth noch thäte ſchvveben d Ob meinem Haupt: da ich, in Ruh, mein Leben 4 Noch brachte zu: da mir, im Frevvden-Stand, 3 1 Von Trähnen vvar mein Hertz noch abgevvandt. Da mir noch giengen auff die bunde Roſen: 4 Da mich die Lilien und die Zeitloſen Ergctzten nocli, 2u machen cine Kron, 1 Diie ich dann ſetzet auff dem Fürſten Sohn. Da meine Felſen mir noch Oelbãch goſſen: Da mich noch Gott nicht hatte ſo zerſtoſſen: Da ſeine Leuchte ſchien ob meinem Haupt, Und ich des Liechtes vvar noch nicht beraubt. Ich dencke, vvie ſich alles hab verkehret, Wie meine Frevvd ſo grauſam ſich zerſtõret, Wie mun des Nachts mich jage Schmertz umb Schmertz, Und mir des Tags geängſtet vverd mein Hertz. Wie ich des Abends keine Ruhe finde, Wie mir zur Mitternacht mein Troſt verſchvvinde, YVIMie mir des Morgens keine Hülff erſchein, Und ich des Mittags muſs im Travvren ſeyn. Z 2 Wie Klxr


