Jeſu Chriſti ſeine ſeele gefãrbet und erquicket„ hat ſichs den
zvveyten tag hernach, als den Xl. tag un als cben die Sonn den
hõchſten ſtaftel ihres lauſts erlanget und vvieder zurück gehen vvollen, begeben, da ſo als er morgens früe, etvvas linger, nach ge vvonheit, dem gebett abgevvartet„undmit auffgehobenen au- gen und händen, von den hügeln Gottes, umb der Engel ſchutz, und zugleich umb ein ſeeliges ende gebeten, und darauff in die vyvälder mit ſeiner hertzgeliebten Fravven Gemahlin zu fahren
vorhabens gevveſen, er ohnverſehens mit einerohnmacht und
daraufferfolgetem ſchlag befallen. Esvvurde damahls, von den
anvveſenden, inderhõchſten beſtürtzung, vergebens angeſchri-
en ſeiner hertzgeliebten Fravven Gemahlin hũlffe, ſo durch ſol- che zeitung ſchier in ebendie todtesängſten geriethe: esvvarver-
gebens das ſchmertzliche thränende ſeuffzen umb rath, ſeines Herrn Sohns: umbſonſt hõrte man vveinen die ſohoch betrüb-
te Princeſsinnen: es geriethen alle anſchläge zur hülff und artz-
ney mitteln in vervvirrungen, und vvurden diekirchen, ſchulen und betrhãuſer vergebens erfüllet mit ſeufftzen, zu Gott im himmel, umb des Fürſtens vviederbringung DerPhœbus, un- ſere Heſſen · Sonn hatte einmalſich zurück gevvandt, damit ſie dem hernach folgenden geſtirn platz laſſen mõchte:und hatte in dem kampff zvviſchen todt und leben dieſes einige Gott gnädi- glich verſehen, daſsihm gleichſam auff einmahl ein vorhang vor
die augen gezogen vvorden— der vvelt undihres vveſenszu ver-
geſſen, damit er ſo bald, nach vvenig ſtunden, die himmliſche
ſtadt anſchavven mõchte: maſſen dann, nach dem er von dem genan, biſs gegen 2. uhr, nachmittag, tapffer gerun gen, und
morg ſeine


