Philaidens Abſchied a
D., der ewig um mich trauert, Nicht allein, nicht unbedauert, Juͤngling, ſeufzeſt du!
Ach! wenn meiner Seele ſchauert, Luͤget meine Stirne Ruh.
Deines naſſen Blickes Flehen Will ich, darf ich nicht verſtehtn. Aber zuͤrne nicht!
Was ich fuͤhle, zu geſtehen, Unterſagt mir meine Pflicht.
O! wie fern von Reu und Leide, Wie die Laͤmmchen auf der Weide,
Spielten ich und du! Jeder Tag rief uns zur Freude,
Jede Nacht zur ſanften Ruh!
Ewig ſind wir nun geſchieden-
8 Damon, liebſt du Philaiden,
Fleuch ihr Angeſicht! Nimm ihr nicht der Tage Frieden Und der Naͤchte Schlummer nicht.
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Freund! ſchweif aus mit deinen Blicken! Laß dich die Natur entzuͤcken,
Die dir ſonſt gelacht!
Ach! ſie wird auch mich begluͤcken,
Wenn ſie dich erſt gluͤcklich macht.
aͤchle, trauter Juͤngling, wieder!
Sieh, beym Gruſſe froher Lieder
Steigt die Sonn' empor;
Truͤbe ſank ſie geſtern nieder, P. Serello geht ſie heut hervor.
Cyriſche Blumenleſe.


