Vorbericht.
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s iſt doch nicht gut, daß wir unſre aͤltern wackern Dichter ſo ungeſungen laſſen. Ich
dorn mit neuen Melodieen gebe. Freilich haben ſie oft nicht das gewaͤhlte, edle— oft auch nur eckle— im Ausdruck, was der ſo genannte gute Geſchmack von jedem Gedicht fordern will. Warum ſolls aber nicht lieber Geſchicht als Gedicht ſeyn? Ich meyne, es ſey doch immer herz⸗ licher das Lied, das uns ſo einen Lebensmoment des guten deutſchen Mannes, ders hinwarf, treu darſtellt, als das gefeilteſte Gedicht nach griechiſcher oder roͤmiſcher Manier geſchnitzelt: und lieber will ich doch mit Vater Hagedorn, dem wahren, die Ufer von Hamburgs Elbe ſin⸗ gen, an denen er ſo ſuͤß ruhte, haͤtt' auch ich gleich nie da ſuͤß geruht, als mit einem Nach⸗ traber der Alten den Acheron, wo weder er, noch ich, noch je ein Weſen meines Gleichen Lie⸗ bes und Gutes genoß.
Jene Vernachlaͤßigung des einzeln Ausdrucks hat, wenn das Ganze nur trift und wirkt, noch ſeinen beſondern, wiewohl einſeitigen Nutzen fuͤr den Tonkuͤnſtler. Nur in ſolchen Liedern kan der Komponiſt, dem Wahrheit uͤber alles geht, tortgiehend. melodiſch ſeyn und ſich mit dem Eindruck des Ganzen begnuͤgen.
Dieß
denk es ſind meiſtens liebe herzliche Lieder, die ich hier von UIz, Kleiſt und Hage⸗


