Druckschrift 
Oden und Lieder von Uz, Kleist, Hagedorn und andren Melodieen beym Clavier zu singen / von Johann Friedrich Reichardt
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen

Naiv.

*, 33* ö e 4 7,*

Dich auch ſo grauſam ab⸗ zu⸗ bre⸗chen! Nicht wahr, mein Bluͤmchen, koͤnntſt du ſpre⸗chen, du würdeſt ſa gen: thu es 8 41 4 4 1 4. 1 4- S 94 1* See. 38 eeeeese eefe eeeeeee ves ypy; 82I 8 1 nicht! Al⸗ lein ver⸗ gieb mir ar⸗men Kna⸗ ben, ich thu es nur, um Troſt zu ha⸗ben, ge⸗wiß! aus Muthwill thu ichs nicht. 8 1.. Se i wer de d,. sy 9 2 3

Das auch ſo grauſam abzubrechen! Ich hab ein Maͤdchen, o wir liebten Daß ſie mich einſt noch ſollte kraͤnken,

Nicht wahr, mein Bluͤmchen, koͤnntſt du ſprechen, Uns ſonſt ſo herzlich! wir betruͤbten Wie haͤtt ich ſo was koͤnnen denken!

Du wuͤrdeſt ſagen: thu es nicht! Uns niemals, weder ich noch ſie! Von ihr! und doch hat ſies gethau!

Allein vergieb mir armen Knaben; Den Tag, als ich einſt bey ihr ſpielte, Ach, jedem Steine moͤcht ichs klagen:

Ich thu es nur, um Troſt zu haben Und ſie mich da mit Zweigen kuͤhlte, Ich wollt ihr neulich etwas ſagen;

Gewiß! aus Muthwill thu ichs nicht. Den ſchoͤnen Tag vergeß ich nie!- Da ſah ſie mich nicht einmal an!

Gott! kann mich Lottchen ſo betruͤben! Mein Lottchen kann mich nicht mehr lieben!-

Und wuͤßt ich wirklich nur, warum? Ich habe ſchon ſo viel geweinet,

So viel gefragt; allein, wie's ſcheinet,

So kuͤmmert ſie ſich wenig drum!

Komm, komm, ich will dich zu ihr tragen, Mein Bluͤmchen, und ihr flehend ſagen: Sieh, Lotte, hier, Vergiß mein nicht! Und will ſie dich von mir nicht nehmen,

So will ich mich zu Tode graͤmen! Gott, oben, der vergißt mich nicht!