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9 Pfand“s 36
in Heſſen vnd andern benachbarten Landen. 115
cap. z. wie auch Limnæum de Jure Publi- Marmoren Kirchen, vnd einem herrlichen co Imperii Rom. lib. 2. cap. 3. num. 88. Luſtgarten, vnd ſonſt Fürſtlich. Gebäwen, Wañ dennach inzwiſchen deß Jahrs 162 9. vnd Gemachen, gezieret; vnd hat es darin⸗ die wuͤrckliche Erlegung deß Pfandſchil⸗ nen einen vortrefflichen Saal, in welchem lings, vom Herrn Churfuͤrſten zu Coͤlln;der gantzen Heßiſchen Rttterſchafft, bendes vnd hergegen die Keſtitution dieſes Stäͤtt⸗ der Adelichen eingebornen, vnnd außgeſeſ⸗ leins, vom Fuͤrſtlichen Hauſe Heſſen, ge⸗ ſenen Lehnſeutb, vnnd ¹taͤtte, Wappen zu ſchehen; So gehoͤrt daher dieſer Orth nicht ſehen, welche in hoͤltzern Formen geſchnit⸗ mehr hieher; ſondern zu der Oerter Be⸗ ten, vnd publicirt ſind An. 1625. von Wil⸗ ſchreibung deß Churfuͤrſtenthumbs Coͤlln; helm Weſſel, Buchtruckern zu Caſſel. Daß deſſen allhie, mit wenigem, gedacht were Ampt Roteuburg, ſo in die Caſſeliſche Re⸗
den ſollen. aterung gehoͤrig, wird in das Ober, vnnd
Rotenburg.
Niedere gechetlet; damit auch das Hauß
Ludwigseck/ graͤntzet. An dem Gebuͤrg,
EIn vornehme Statt in Nieder⸗Heſſen, gege Rotenvurg ligt das zerfallene Schloß
nechſt Herßfeld, 4. Metlen von Caſſel, die erſte an der Fulda, ſo vff dertelben bey⸗ den Vfern, an einer lieblichen Aw, zwi⸗ ſchen hohen Bergen, gelegen: der Zeit deß Durchlaͤuchtigen, vnnd Hochgebohrnen Fuͤrſten, vnnd Herrn, Herrn Hermann, Landgraffens zu Heſſen, ꝛc. der Caſſeliſchen Lint, Hofflager Statt.
Die eine Statt, darinn das Schloß, wel⸗ ches Anno 1212. vom Kayſer zerbrochen, wird genant die Alte Statt, die andere aber die Newſtatt; in welche Newſtatt dte Fuͤr⸗ ſten zu Heſſen ein vornehm Stifft gelegt. Der Baw ieſer Stiffts Kirchen, nemlich deß Theils, ſo das Chor in ſich haͤlt, iſt An⸗ no 137°.zu bawen angefangen wordenzdas
Haußberg/ vnd hinder demſelben der Al⸗ heimer, ein vberauß hoher, vund ſpitziger Berg. Vnter Rotenburg ligt, auch an der Fulda, der Flecken Morſſen/ ſampt dem Cloſter zur Heyde/ bey welchem welſſe Alabaſter gefunden werden; von welchen gedachte Rotenburgiſche Kirch gezieret, auch die Fuͤrſtliche Epitaphia in der Kir⸗ chen zu Marpurg gemacht worden.
Anno 1642. ſoll die Fulda allhte an dem alten Chriſtag z. Stundlang ſtill geſtanden ſeyn, welches auch vor der Zeit geſchehen iſt, als Anno 1148. zwiſchen kemer Zell vnd Ludermoͤnge, von 1. Vhr biß auff. das Waſſer verſchwunden, wte Valen. Mun⸗
andere Corpus aber, ſampt dem Thurn, Anno 1484. Hat gehabt einen Dechant, zwoͤlff Canonicos, oder Chor Herren, vnd vier Vicariten. Landgraff Pbtlipps der aͤl⸗ ter hat entlich einen Oechant, vnd Stiffts⸗ Caͤminerer daruͤber verordnet, vnd befoh⸗ len, daß hinfuͤro zwantzig abgelebte vnver⸗ moͤgliche Praͤdicanten jhr Lebenlang vn⸗ derhalten, vnd jedem in die ſechtzig Guͤlden 6 Geld vnnd Fruͤcht behandreicht werden olten.
Landgraff Wilbelm der Vierdte hat An⸗ no 1574. zu Verbeſſerung der 20. Cano⸗ nicaten, oder Pfruͤnden, diß Stifft mit 300. Guͤlden an Geld, dreyzehen Viertel Weitzen, 86. Viertel Korns, vnd 17. Vier⸗
ter in der Fuldiſchen Chronic, zu Bern 1550. getruckt, fol. 137. a. bezeugt. Anno 1643. 1in Januar hat diß Waſſer groſſen Schaden allda gethan. Zu jetztgeſetzter iſt auch nachfolgende newe Beſchreibung zu thun, ſo alſo lautet:
Rotenberg Schloß, Statt, vnd Ampt, iſt, nach Caſſel, die vornembſte Fürſtliche Reſidentz Statt, zu beyden ſeyten deß Ful⸗ daſtrohms gelegen, vnnd zwar das Schloß auff diſſett einwarts Landes, ſo gantz von Steinen viereckt zuſammen gebawet, im vmbfang groͤſſer, aber nicht ſo hoch als das zu Caſſel. Hat die menge Fuͤrſtlicher hoher anſehnlicher Gemaͤcher, Saͤle vnd derglei⸗ chen, worunter einer von ſolcher laͤnge, daß
thel Habers, Jahrlicher beſtaͤndiger Ge⸗ faͤll, begabet. Die Statt ſelbſten iſt von fei⸗ nen Gebaͤwen, nach Gelegenheit deß Orths. Das Schloß hat vorgedachter Landgraff Wilhelm, biß auff ein klein An⸗
auſſer dem Prager Saal, keiner Ihm im Teutſchland, gleich ſtreichen wird, in wel⸗ chem alle deß Fuͤrſtenthumbs Heſſen, zuge⸗ hoͤriger, auch von demſelbigen Lehentragen⸗ der Graffen, Edelleut, wie auch der Staͤt⸗
theil, gantz ernewert, mit einer koſtbahren te Wappen, injhrer Ordnung, zu fiaoen,
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