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in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. 71 Geyſaham, da er, was ſie vor Zeiten zu worden ſeyn mag. Es iſt auch da der Steuer geben, ſchreiben thut: Und im 4. Schoͤnberg/ ein zerfallenes Berg⸗ Buch, am 310. Blat ſaget er, daß der 46. Schloß, deſſen Mauren im Jahr 1590. Abbt zu Fulda, Berthous, oder Bertholdus und 9. umbgeriſſen, gen Sabbaburg ge⸗ der Ander, welcher im Jahr 1271. von ſei⸗ fuͤhrt, und Kalck, zu Verfertigung der nen Lehenleuthen umögebracht worden, Mauren am Thiergarten,(der faſt ein
dieſer Stadt Geiſaͤ, wieder auffgeholffen
habe. In dem jetzigen Krieg hat ſie auch
offt mit leyden muͤſſen, inmaſſen An. 1642. noch geſchehen(da ſie erſtlich Crabaten, hernach die Weymariſchen und Frantzoſen hat haben muͤſſen.
Geißmar.
Ugenannt Hove⸗Gißmar, oder Hoff⸗
Geißmar, vlelleicht zum Unterſcheid des Dorffs Geißmar beym Franckenberg, deſſen ſeldige Chronick tol. 7. 28. feq. und 62. gedencket. Vom Lupo Servato, in des H. Wigberri, Abdts zu Frietzlar Hiſtori, wird Hove Geiſmar im 20. Capitel Villa Geiſmari genannt. Ein ziemlich weit umb⸗ fangene Furſtlich Nieder⸗Heßiſche Stadt, von fetnen, anſehenlichen Gebaͤuen, unnd Gaſſen: hat a. abſonderliche Pfarekichen, und in der einen eine ſehr ſchoͤne kunſtreiche Orgel, darbeneben auch ein abſonderlich Cloſter;wiewol vor etlichen Jahren, durch Verwazloſung, auch etwas daſſelbe Brand⸗ ſchaden erlitten. Umb dieſe Stadt her, iſt ein ſehr ſtattlicher Frucht⸗und Kornwachs, deßgleichen, auſſer dem Eſchweg⸗ oder Gudensbergiſchen, nicht im Lande iſt. Und ligt ſie eine halbe Meyl, unterhalb Grebenſtein, zwiſchen den zweyen Fluͤſſen, der Eſſe und Lenpe. Im Jahr 724. kam S. Bomfacius hieher, und warff allda ein uͤberauß groſſen Baum nieder, welchen die Heyntſche Heſſen vor den Juptter ehre⸗ ten, und bauete an deſſen ſtast eine Capell in die Ehre S. Peters. Nachdem aber deß⸗ wegen von Jahren zu Jahren der Orth an Inwohnern zugenommen, und Geißmar auß einem Dorff zu einem Flecken ge⸗ macht, ſo iſt auch vorermelte Capell in eine groſſe Kirch erweitert worden. Nunmehr aber iſt Geißmar eine geraume Stadt und Ampt; bey welcher auch ein Gemaͤuer ge⸗ zeiget wird, welches vor Zeiten Nort Geiß⸗ mar geheiſſen, und ein Staͤdtlen geweſen:
Meyl wegs in ſeinem Bezirck hat) und Schloß, daraus gebrennet worden. Es ha⸗ den auff Schonberg, vor alten Zetten, die Edle Herren von Sconenberg gewohnet, und uͤber dieſe Gegend, welche die Herz⸗ ſchafft Sconenberg oder Schoͤnenberg ge⸗ nennet worden, geherꝛſchet. Zu beſagtem Gißmar iſt Anno 1639. ein neuer Heyl⸗ brunn entſtanden, davon viel hundert Per⸗ ſohnen, und faſt auff wunderſame wetſe, ſeyn geſund worden; und iſt faſt keine be⸗ ſchriebene Schwachheit, die durch dieſen Brunnen nicht curtrt worden waͤre. Iſt ei⸗
nem Sauerbrunnen faſt gleich; aber doch, der blaulechten Farbe, und Geſchmadks halber, einem Saltz⸗ oder Alaunwaſſer ſchier ehnlicherz daher auch etliche deren, ſo deſſen uͤbermaͤßig getruncken, davon geo⸗ ſtorben ſeyn. Dieſen Brunnen hat M. Georgius Schultz, Profeſſor Mathema- tum zu Erfurt, beſchrieben; welches ſein Tractaͤtlein auch im 4 Theil des Theatri Europæi fol. 78. feqq. init einer vorgehen⸗ den Erinnerung, einkommen iſt. Beſiehe von dieſer Stadt Diüichium, in der Heßi⸗ ſchen Chronick, part. 1. pag. 174. Und von des H. Bonifactiobgedachtem Werck Ni. colaum Serarium lib. 3. Rer. Mogunt. no- tar. 19. pag. 470. ſeq.
Ineiner Schrtfft wird auch des Orth Geißner/ in der Grafſſchafft Wadeck⸗ gedacht; davon ich ſonſt niches ſinde. b Geinhauſen.
VOn theils Getlnhauſen genannt, iſt ei⸗ Dne Reichs Stadt, in der Wetterau, und eine Tagreiſe von Fulda gelegen. Wird ſonſten zum Nieder⸗Rheiniſchen Creyß gerechnet, die wir aber, des Lagers halber, hieher haben bringen wollen. Der Fluß Kinutzig oder Kintz, laufft unter der Stadt hin, und kompt von dem Cloſter Schluͤchter, auff Stemau, Saalmuͤne
Zu deſſen Unterſchied auch vielleicht, und ſter, Hanau,biß auff Keſtatt, da er in den viel mehrers, als hieoben gemuthmaſſet, Maͤyn faͤlt. Ste, die Stadt aber, ligt bey dieſe jetzige Stadt Hove⸗Geißmar genant einem Berg, und nahend dem Wald
Speſ⸗


