70 Beſchreibung der vornehmſten Orth
Hungers geſtorben, zum Theil mit dem Schwerdt gerlchtet worden ſeyn. Weil die meiſten Buͤcher auff Birckene Rinden geſchrieben geweſt ſeyn ſollen, ſo werden die Bauern ſie vor etwas anders angeſehen haben. Iſt aber hoch zu halten, daß noch ſo viel davon kommen, wann nur die und andere Sachen, ſo etwas werth, in dieſem Teutſchen Krieg blieben weren. Ferners iſt zu ſehen obgedachte Pfarꝛkir⸗ chen zu S. Florian in der Stadt; Unnd meldet man auch von einer Kirch, zu S. Michael genannt, und von dem 4. Abbt erbauet, welche mit dem Tempel zu Jeru⸗ ſalem uͤberein kommen ſolle. Item das Je⸗ ſulter⸗Collegium, Kirch, und Seminarium. Und iſt in der Kirch der Altar von Mar⸗e mel gar ſchoͤn mit Hiſtorien ausgehauen, und wird fuͤr ein ſonderlich Kunſtſtuͤck geachtet. Das Schloß des Herren Abts allhie, iſt ein ſchönes, wolgebautes Hauß, ſo einen luſtigen Proſpect hat. Auſſer⸗
alb der Stadt liegen vier andere anſehn⸗ iche Cloͤſter, auff ſehr hohen Bergen, ſo von den Aebbten zu Fulda geſtifftet wor⸗ den ſeyn, als S. Johanns Berg, Neuberg, S. Petri Berg(ſo auch Benedictiner Or⸗ dens, gegen Morgen der Stadt, und ſchoͤne eingegrabene Bilder hat) unnd Frauen⸗ berg, oder S. Marienberg; in deren Mit⸗ ten gleichſamb(ſo wol die Fuͤrſtliche Abb⸗ tey, als die Stadt Fulda, und in derſelben, uͤber obernannte Kirchen, auch etliche Ca⸗ Pellen, ais S. Alexandrt, S. Stephant,
den, zu leſen) Nauclero vol. 2. generat. 36. Cranzio lib. 6. Saxon. cap. 46. VVol- fio cent. 15. lection. memor. pag. 973. Spangenberg part. 2. Adelſpiegels lb. 7. cap. 3. fol. 95. b.(daſelbſt von dem Adel in den Buchen zu finden, darunter dann die Schlitzen von Goͤrtz, Erb⸗Marſchallen, die zu Manßbach, die von Boyneburgzu Leugſeld, Weyers genannt Eberſperg, Hutten⸗Steckelberg, Trimpach, Butt⸗ ler, Rumrod, Herdaw, Dernbach, Wil⸗ dungen, Erthall, von Thuͤngen, ſeyn, und ſich zu der Freyen Fraͤnckiſchen Reichs Rt⸗ terſchaſſt des Orts Rehn, unnd Werren, referiren ſollen, und alſo exlmirt werden wollen.) Bertio lib. z. Rer. Germ. Cuſp. Ens in deliciis apodem. pag. 214. unnb war aus Baͤyern vor Zeiten nach Fulda Jährlich verehret worden, beym Brunne⸗ ro part. I. Annal. Boicor. I. 5. pag. 672. ſeqq. der auch daſelbſten von der erſten Abbts Sturmionis Todte, pag. 713. ſeq. und part. 2. pag. 67. ſeq. von dem vierdten Abbt allhie, ſo auch ein Baͤyer geweſen, zu leſen iſt. Wie das Muͤnſter und Stifft zu Fulda, Ungewitters halben, mit Thuͤr⸗ nen und Glocken, An. 1398. verbronnen, alſo daß der Schad mehr dann achtzig tauo⸗ ſend Guͤlden geacht worden iſt, die Lim⸗ purgiſche Chronick am 60. Blat: Und was es mit den Fuldiſchen Lehen, die zum theil auch den Toͤchtern geliehen werden, fuͤr eine Bewandnuß habe, iſt VVehnerus in pract, obſervat. pag. 182.& 189. zu ſe⸗
S. Pauli, ꝛc. und etliche Spttaͤl, gelegen ſeyn. Umb die Stadt Fulda herumb ſeyn dieſe Cloͤſter, Neueberg, Andresberg ge⸗ nandt, Frauenberg, Petersberg, Johanns⸗ berg, Planckenau, Zell, Duͤlldau, unnd Holtzkirch zu ſehen. Was ſonſten denck⸗ wuͤrdiges allhie vorgangen, davon iſt oben allbereit Meldung geſchehen.
Beſiche ein mehrers hievon in den 4. Buͤchern Antiquitatum Fuldenſium Chri- ſtophori Brouveri, zu Antorff Anno 1612. in 4. gedruckt,(deren wir uns all⸗ hie inſonderheit gebraucht.) Item beym G. Bruſchio de Monaſterii Germaniæ; G. Braun tom. I. Theatri Urbium, Mun.- ſtero in Coſmogr. Nicolao Serario lib. 3.
Mogunt. pag. 557. notat. 48.(daſelb⸗
hen.. Geiſa.
Oher Geiß, eine Stadt im Fulbiſchen Laͤndlein, ligt bey der Ulſter, auff ei⸗ nem Huͤgel, in einer luſtigen Gegend. An⸗ no 1467. hat ſolche Stadt Landgraff Lud⸗ wig zu Heſſen, eingenommen, da dann groſſer Schaden in dem Land zu Buchen geſchehen, wie gedencket Valent. Muͤntzer in der Fuldiſchen Chronick; fol. 162. b. Ein Thuͤringiſche Chronick ſetzet ſolche Fehd in das folgende Jahr. Dieſer Stadt thut Spangenberg in der Hennebergiſchen Chronick, lib. 5. cap. 32. fol. 22 3. gedencken. Siehe auch von ihr Dilichium in der Heſ⸗ ſiſchen Chronick part. 2. pag. 251. ſeqq.
ſten, ob der Coͤrper S. Bonifacti, und was von ihme allhte ſonſten noch vorhan⸗
& 256. Chriſtophorus Brouverus lib. 3. Antiquitat. Fuldenſ. pag. 216. Nennets Geyſa-
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