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Topographia Franconiae, Das ist, Beschreibung, Vnd Eygentliche Contrafactur der Vornembsten Stätte, Vnd Plätze des Franckenlandes, vnd Deren, die Zu Dem Hochlöblichen Fränkischen Craiße gezogen werden / [Martin Zeiller.] An tag gegeben vnd Verlegt Durch Matth: Merian In Franckfurt
Entstehung
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211
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aſſau Knat 16 gerzu Värtblrpwe

Wurtburgu en hinnen auß E! 3 Goff ſuluus in ſa Def. lus zu Wir leculo, anno 1ſgg zrt habe: dee aſ ud, in der Chronn, 1⸗ lächerlih vwn, Jherführe, Er dal deß Wortz zuaenin er mißbrauchen. G. a, in einer Eriil en Reyſe Auro9 achter Viſchoff ll m Gebiet erbauet o auß/ oder demnaum, Einkommen derſe Studenten der Haiimn n Pelſſo allhle ſah en/ genugſamellnen erhalb der Stadt lie d veſte Viſchoffi erg/ der vondeßche helngen Jungftaun bauten Kuchenald ntwird/ undderme teihmmne gar nichtſch ondert it/)unda ſo mit ſtarcken Nu und andern Grite lich und wolwt gebauet. Ima

en Zanmern Sült

Stig gezieret. Hu

1

eruls 10 Nlunſterus 9r

deß Franckenlands/ ꝛc. 113

graphiia; Brunncrus part. 3. Annal. Boico- rumn pag. 13 2. 134.& 611. und andere zu le⸗ ſen ſeyn. Zwiſchen den Biſchoͤffen und der Burgerſchafft allda/ hat es offt Zwietracht geben/ ſo auch/ zu ſampt den Bauren/ das Schloß unterſchiedlichmal geſtuͤrmet; aber allwegen vergebens haben abziehen muͤſſen. Anno 1623. vor/ und hernach/ hat man all⸗ hie/ wider die Zauberer/ Unholten und Hexen/ ſcharff procedirt/ deren ſehr viel/ und darun⸗ ter auch Knaben/ von 11. 10⁰. 9. und 3. Jah⸗ ren/ verbrennt worden ſeyn. Anno 1629. den 17. 27. Julij, iſt ein groſſes Ungewitter allhie geweſen/ und hat dus Waſſer ſehr groſ⸗ ſen Schaden gethan. Anno 1631. hat der Koͤnig auß Schweden/ nachdem er den 5. Octobris die Stadt einbekommen/ auch hier⸗ auf den 8. diß/ Alten Calenders/ das gedach⸗ te Schloß mit Sturm erobert/ darinn er ei⸗ nen groſſen Schatz/ ueben vielem Proviant/

Nunition/ in die dreyßig Stuck Geſchuͤtz/ ſtattlichen Pferden/ und an Wein/ auff viel Jahr lang/ einen Vorrath gefunden haben ſolle. Es ſeyn in ſolchem Sturm in die 1500. Soldaten/ ſampt dem Außſchuß/ und etlich und 20. Moͤnche/ in der Furi, wie im 2. Theil deß Theatri Europæi fol. 433. zu leſen/ nie⸗ der gemacht worden. Den 3. 18. Januarij Anno 1635. haben dieſes Schloß die Bi⸗ ſchofflichen/ mit Accord wieder erobert. Die Stadt hat gleichwol hernach auch noch An⸗ ſtoͤß etlichemal gehabt: wiewol keine rechte Belaͤgerung/ nachdem ihr Herr ſie in vori⸗ gen Jahren wieder bekommen/ da voꝛgenom⸗ men worden iſt.

Was das Biſtumb allhie anbelangt/ davon oben allbereit etwas Meldung geſche⸗ hen/ ſo iſt bekandt/ daß die Schotten zwar ein Volck/ aber zweyerley Schottland iſt: Das Alte und eygentlicheſo Irrland genaũt wird: und das Neuere/ oder das Mitternaͤchtiſche Brittannien. Auß beyden ſeyn viel Lehrer deß Worts Gottes zu uns kommen/ welche man ins gemein Schotten geheiſſen hat. Un⸗ ter denen dann auch S. Kilianus geweſen/ der von Adelichen Eltern in Irrland erzeuget worden/ und ſich nach Teutſchland begeben: und nachdem er in dz Franckenland gelangt/ und ſich in der Stadt Wuͤrtzburg/ mit dem Prieſter Colomanno, und dem Leviten/ oder Diacòno, Totnano(wie ſie in den Alten ge⸗ ſchriebenen Buͤchern ſtehen; wiewol ſie theils anders nennen/ und daß ihrer mehr geweſt ſeyen/ ſagen) auffzuhalten/ ihme vorgenom⸗ men/ den Hertzog Gosbertum(der auch Gochbertus, und Gozbertus, deß aͤltern

ten Hertzogs Gosberti(ſo gleichſam deß Koͤnigs Theodorici, oder Dieterichs in

Hetani Sohn/ und Ruodis Enickel/ genen⸗ net wird) in der Chriſtlichen Lehr unterrich⸗ tet/ und auch darauff getauffet hat. Beſag⸗

Franckreich Statthalter allhie geweſen) Ge⸗ mahlin Geila, oder Giſila, oder Geilana, ſo vorhin ſein/ deß Hertzogs/ verſtorbenen Bruders/ Eheweib geweſen/ hat/ als eine Heydin/ dahin getrachtet/ wie ſie 8. Kilia- num, und ſeine Geſellen/ moͤchte umbbrin⸗ gen laſſen/ weil er S. Kilian/ dem Hertzog die Eheſcheidung gerathen; hat auch nicht geruhet/ biß ſie/ in Abweſenheit deß Hertzo⸗ gen/ ſolches zu weg gerichtet. Als Gosber- tus auß dem Krieg wieder heimb gelangt/ iſt die Sache wunderbarlich an den Tag komen/

indem beydes die Geila, und die zween Hen⸗ ckersbuben elendiglich umbkommen; aber vor ihrem Tode den Todtſchlag bekamit ha⸗ ben: Darauff auch Gosbertus, von ſeinen Knechten/ umbgebracht/ und ſein Sohn He- tanus, welcher ihme hat ſuccedirt/ und das Chriſtenthumb außbreiten helffen/ von dem Volck im Land verjagt/ und auß ſeinem Fuͤr⸗ ſtenthumb verſtoſſen worden ſeyn ſolle. Sie⸗ he/ was beſſer oben von dieſem Hertzoge auß dem Goldmayer geſagt worden: dann/ was die Hiſtorien der alten Zeiten aubetrifft/ ſolche ſelten bey allen Scribenten gleiches Innhalts zu finden ſeyn. Es iſt aber zu mercten/ daß S. Kilianus zweyminl hieher gelangt iſt/ und zwar das andermal Anno 687. als er von Romzuruͤck zoge. Das Jahr ſeiner Mar⸗ ter wird in den Wuͤrtzburgiſchen Jahr⸗Buͤ⸗ chern/ Item in ſeiner Grabſchrifft/ und in der Hiſtori von S. Burckart/ des 689. ge⸗ ſetzt; und iſt noch vor dem jetzigen Krieg ein Evangeli⸗Buch im Domb allhie verhanden geweſen/ deſſen ſich die heiligen Maͤrtyrer ſol⸗ len gebraucht haben. Bey die 2. Jahr nach ſolcher Marter/ nemblich Anno 741. iſt das Biſtumb allhie angerichtet/ und gedachter Burckhardus zum erſten Biſchoff/ von dem heiligen Bonifacio, hieher verordnet worden; deſſen Leben Egvvaldus beſchrieben hat. Die⸗ ſer hat den heilgen Kilian/und ſeine Geſellen an den Ort/ da ihr Begraͤbnuß noch allhie zu Wuͤrtzburg gewieſen wird/ zuſaminen legen laſſen: denen zu Ehren umbs Jahr 1513. D. Engelhard Funck/ deß Neuen⸗Muͤnſters Dechaͤnt allda/folgende Verß(ſo theils dem Heil. Burchharden ſelber zuſchreiben:) ge⸗ macht hat: E ſunt, Her bipolis, qui te, docuere, Magiſtri.

Qud verum coleres relligione Deum.

3 Impia